{"id":2665,"date":"2012-10-18T15:40:14","date_gmt":"2012-10-18T14:40:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.4teachers.de\/drachenburg\/?p=2665"},"modified":"2022-04-21T10:28:41","modified_gmt":"2022-04-21T08:28:41","slug":"nach-9-wochen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog4schools.de\/drachenburg\/2012\/10\/18\/nach-9-wochen\/","title":{"rendered":"Nach 9 Wochen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">geb ich mal eine R\u00fcckmeldung, ob sich meine Arbeit mit den Lernetappen bew\u00e4hrt. (siehe<a href=\"http:\/\/blog4schools.de\/drachenburg\/2012\/08\/03\/es-kann-wieder-losgehen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> &#8222;Es kann wieder losgehen&#8220;<\/a>)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kurzfassung: <\/strong>Ich bin begeistert, meine Teamkolleginnen sind es ebenfalls und haben mit mir sofort Etappenpl\u00e4ne f\u00fcr die Zweitkl\u00e4ssler gemacht. Wir haben unsere Arbeit weiteren Kolleginnen vorgestellt, die das Ganze \u00fcberzeugend fanden und ebenfalls Lernetappen zusammenbasteln (wollen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun auch noch <strong>ein paar Details<\/strong> (ich versuche dabei insbesondere auf die Fragen im Kommentar von Sylvia einzugehen):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den <strong>bebilderten Lernweg<\/strong> konnte ich nur in einer Klasse an die Wand heften. In der anderen Klasse reichte der Platz nicht, obwohl ich die Einzelteile schon verkleinert hatte. Ich merke aber, dass die Kinder ihn gar nicht ben\u00f6tigen. Durch die bebilderten Etappenpl\u00e4ne wissen sie, welche Materialien sie nutzen sollten und an den flachen Schr\u00e4nken und Regalen sehen sie weitere Materialien, die sie zus\u00e4tzlich nutzen k\u00f6nnen &#8211; und dies tun sie auch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meine <strong>Hauptmaterialien<\/strong> in <strong>Deutsch<\/strong> sind, wie du richtig erkannt hast, der Sandkasten zum Nachspuren, Knete und Biegepl\u00fcsch. Dazu arbeiten die Kinder im Arbeitsheft (&#8222;Selbstlernheft-Grundschrift&#8220; Jandorf-Verlag), im \u00dcbungsheft (Schreib\u00fcbungen, die ich mit Bleistift vorschreibe) und auf Arbeitsbl\u00e4ttern zur akustischen Differenzierung &#8211; (Enth\u00e4lt das Wort den Laut? und Wo h\u00f6rst du den Laut? &#8211; Anlaut, Inlaut, Auslaut).\u00a0 Au\u00dferdem gibt es Arbeitsbl\u00e4tter mit verschiedenen \u00dcbungen zu den &#8222;Trainingsbuchstaben&#8220; und die Arbeitsbl\u00e4tter zum Kieler Leseaufbau. Weiterhin nutzen die Kinder das ABC-L\u00dcK-Heft mit \u00dcbungen zur akustischen und optischen Differenzierung.<br \/>\nIm <strong>Wahlbereich<\/strong> gibt es die M\u00f6glichkeit Buchstaben mit Glassteinchen nachzulegen (anfangs sehr gern genutzt), Buchstaben zu spannen (teilweise sehr schwer, aber auch sehr gern genutzt) und Buchstaben zu f\u00fchlen (nicht so der Renner bei den Kindern). Ich habe einfache Anlautdominos und leichte Lesedosen im Angebot. Letztere werden bisher nur von sehr wenigen Kindern genutzt. 2 Kinder lesen schon im &#8222;Lies mal!-Heft 1&#8220; vom Jandorf-Verlag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In <strong>Mathe<\/strong> sollen\/durften die Kinder in der Startetappe ebenfalls kneten, Gummib\u00e4nder spannen und Ziffern im Sand spuren. Sie schreiben im \u00dcbungsheft und auf Arbeitsbl\u00e4ttern Ziffern und ordneten Mengen zu. Am PC gibt es das Programm Oriolus und die \u00dcbungen zum Z\u00e4hlen.<br \/>\nIn der Folgeetappe geht es um das Zerlegen von Mengen und Zahlen. Dazu haben die Kinder das Mitze-Mia-Heft von Florian Emrich, Splitboxen (von Betzold), Glassteinchen, Wendepl\u00e4ttchen, Arbeitsbl\u00e4tter und \u00dcbungen im Lehrbuch (mit \u00dcberhangfolie) und die Sch\u00fcttelbox der Lernwerkstatt am PC.<br \/>\n<strong>Weitere Angebote<\/strong> sind im Matheregal, v\u00f6llig frei zu nutzen (W\u00fcrfel-Mosaik-K\u00e4sten, Dominos zu Mengen und Zahlen, Klipp-Klapp, erste Rechendominos, &#8230;. ) da habe ich kaum eine Auswahl getroffen, sondern lasse den Kindern freie Wahl. Vereinzelt stelle ich einem Kind auch mal ein Material vor, das ich f\u00fcr dieses Kind spannend finde. In den Folgepl\u00e4nen gibt es auch L\u00dcK-Hefte, Logico-Karten und Karteikarten, &#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kinder beider Jahrg\u00e4nge arbeiten eifrig an den Aufgaben. Sie freuen sich, wenn ich ihnen vorschlage, den <strong>Test zur Lernetappe<\/strong> zu schreiben oder fragen sogar nach, wenn nur noch wenige \u00dcbungen auf dem Plan offen sind. Die Ergebnisse zeigten bisher, dass die gew\u00e4hlten \u00dcbungen zu schaffen sind und dass die Kinder im Anschluss auch entsprechende Aufgaben l\u00f6sen k\u00f6nnen, dass sie also ihre Tests bisher zufriedenstellend oder besser bestanden haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den Kindern der 2. Klasse erkenne ich besonders, dass sich die Umstellung gelohnt hat. Sie arbeiten sehr oft hochmotiviert und eifrig. Sie nutzen die M\u00f6glichkeiten der Selbstkontrolle und sind stolz darauf, den Abschlusstest schreiben zu d\u00fcrfen. Besonders auff\u00e4llig ist es bei den Kindern, die nicht so viel schaffen, die bei den Wochenpl\u00e4nen immer wieder Misserfolge hatten, obwohl sie nur einen stark reduzierten Pflichtteil zu absolvieren hatten.<br \/>\nNun hei\u00dft es: &#8222;Dir fehlen zwar noch ein paar \u00dcbungen, aber was denkst du; schaffst du schon den Test?&#8220; Manchmal meint ein Kind &#8222;Ich mach noch die und die \u00dcbung und dann schreibe ich den Test&#8220;; ein anders Kind geht sofort auf das Angebot ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erstkl\u00e4ssler gehen auch ziemlich souver\u00e4n mit den Angeboten der Lernpl\u00e4ne um. Es ist faszinierend, wie sie mit diesen A4-Tabellen klarkommen, die ich ihnen als \u00dcbersicht in die Hand gebe!<br \/>\nEin M\u00e4uschen hat in Mathe einen Extra-Plan, weil ich entdeckte, dass es schon bis in den Hunderterraum rechnen kann. Da habe ich einen Plan zusammengebastelt mit verschiedenen Angeboten von 0 bis 20 und auch von 20 bis 100. Wenn das Kind diesen Plan bew\u00e4ltigt, beginnt es mit dem ersten Plan der 2. Klasse.<br \/>\nEin anderes Kind ist in Mathe schon fast mit dem 3. Plan fertig. Die anderen arbeiten am 2. Plan.<br \/>\nIn Deutsch sind die Unterschiede noch nicht so gravierend. Das Potential ist aber schon erkennbar. Da wird es auch bald Ausrei\u00dfer nach vorn geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das <strong>Buchstabendiktat<\/strong> (Silben-, oder Wortdiktat) habe ich bisher mit jedem Kind einzeln machen k\u00f6nnen. Ich denke aber, dass ich das auch mal mit zwei oder drei Kindern gleichzeitig mache. Mehr Kinder m\u00f6chte ich da gar nicht nehmen, damit habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht. (&#8222;Ich hab\u00b4s nicht richtig geh\u00f6rt!&#8220;; &#8222;Wartet mal, ich muss was verbessern!&#8220;; &#8230;.)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Super bew\u00e4hrt hat sich unsere Arbeit mit Etappenpl\u00e4nen bei <strong>Vertretungsunterricht<\/strong>. Als eine Teampartnerin krank war, konnte ich aus dem Fach die ben\u00f6tigten Tests und neuen Lernetappen nehmen, wenn ein Kind fertig war. Ebenso funktionierte dies, als ich selbst eine Woche gefehlt habe. Das ist ein gutes Gef\u00fchl f\u00fcr den erkrankten Lehrer (Die Lehrer und Kinder wissen ja, was sie tun k\u00f6nnen\/sollen) und auch f\u00fcr Vertretungslehrer (Die Kinder haben ja ihre Pl\u00e4ne. Da muss ich mir nichts aus dem \u00c4rmel zaubern.) Auch die Eltern wissen, dass alles geordnet weitergeht, wenn die Lehrerin fehlt und sie haben \u00dcbungen, wenn das Kind krank zu Hause ist und sich schon ein wenig besser f\u00fchlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In meinen wenigen <strong>Teilungsstunden<\/strong>, wenn ich meine Ersties allein habe, schreiben wir W\u00f6rter mit Anlauttabelle, machen H\u00f6r- und Silben\u00fcbungen, lesen, erarbeiten\u00a0 neue Trainingsbuchstaben und probieren neue \u00dcbungsformate aus, damit die Kinder sie dann in der individuellen Arbeit kennen und sie selbst\u00e4ndig bearbeiten k\u00f6nnen.<br \/>\nIn Mathe funktioniert das ebenso. In den Teilungsstunden machen wir Sachen, die gar nicht in den Pl\u00e4nen enthalten sind oder bereiten die Grundlage f\u00fcr die kommende Lernetappe. Heute haben wir zum Beispiel mit Hilfe des Goldenen Perlenmaterials ausprobiert wie das mit dem Plus geht &#8211; was da so passiert und haben dann auch mit Wendepl\u00e4ttchen Plusaufgaben im Zehnerraum gelegt und gerechnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich denke, dass der Start mit 29 Erstkl\u00e4sslern deutlich schwieriger zu bew\u00e4ltigen ist, als mit einer halben Klasse von Frischlingen, die sich an den &#8222;gro\u00dfen&#8220; Zweitkl\u00e4sslern orientieren k\u00f6nnen. (Eine reine Anf\u00e4ngerklasse ist vermutlich immer etwas schwieriger.) Ich denke aber, dass die Arbeit mit Lernetappen (oder Bausteinen) auch in einer altersgleichen Klasse sehr gut klappt.<br \/>\nEin gro\u00dfes Plus ist, dass die sehr leistungswilligen und leistungsf\u00e4higen Kinder nicht am Lernen und Arbeiten gehindert werden. Wenn diese Kinder ihren Plan haben und entsprechend arbeiten k\u00f6nnen ohne auf Erkl\u00e4rungen, Aufforderungen usw. warten zu m\u00fcssen, wenn sie sich die Materialien selbst\u00e4ndig nehmen d\u00fcrfen, dann bleibt mehr Zeit, um den Kindern zu helfen, die noch nicht so mutig und selbstbestimmt sind, die einfach mehr Erkl\u00e4rungen und Hilfen brauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>geb ich mal eine R\u00fcckmeldung, ob sich meine Arbeit mit den Lernetappen bew\u00e4hrt. (siehe &#8222;Es kann wieder losgehen&#8220;) Kurzfassung: Ich bin begeistert, meine Teamkolleginnen sind es ebenfalls und haben mit mir sofort Etappenpl\u00e4ne f\u00fcr die Zweitkl\u00e4ssler gemacht. Wir haben unsere Arbeit weiteren Kolleginnen vorgestellt, die das Ganze \u00fcberzeugend fanden und ebenfalls Lernetappen zusammenbasteln (wollen). 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