{"id":1087,"date":"2018-01-06T21:49:30","date_gmt":"2018-01-06T20:49:30","guid":{"rendered":"http:\/\/blog4schools.de\/elektroenergetik\/?p=1087"},"modified":"2018-01-06T21:51:07","modified_gmt":"2018-01-06T20:51:07","slug":"hurra-ein-windrad-kommt-ans-netz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog4schools.de\/elektroenergetik\/2018\/01\/06\/hurra-ein-windrad-kommt-ans-netz\/","title":{"rendered":"Hurra! Ein Windrad kommt ans Netz&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>\nVon Egon Dirks.<\/p>\n<p>Da wird ein Windrad gemeint, das f\u00fcr Stromproduktion vorgesehen ist, das hei\u00dft aber noch lange nicht, dass mehr Windr\u00e4der mehr Strom bedeuten, wie auch mehr B\u00e4ckereien und Tankstellen nicht mehr Brot und Benzin sind. Um alles besser zu verstehen, nehmen wir als Beispiel die Stromversorgung eines landwirtschaftlichen Kreises, wie Weiden, Landsberg oder tausende andere. F\u00fcr industriell entwickelte L\u00e4nder sind das dieselbe klassische Schemen, so im Prinzip ist aufgebaut auch die Stromversorgung eines Landes oder Staates, nur in einem gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab. Da w\u00e4re es nicht schlecht \u201eDas Reservieren\u201c in der \u201eElektroenergetik\u201c vorher anschauen, um die Bedeutung der doppelten Schienensystemen (SS) zu verstehen, das ist der Hauptkriterium, der Garant einer ununterbrochener Stromlieferung. Also, bei so einer Kreisstadt haben wir ein Umspannwerk 110\/20\/10 kV (UW) meist mit 2 Trafos 10 MVA, h\u00e4ngt von der Gr\u00f6\u00dfe des Stromverbrauchs ab, die Stadt ist ja das Zentrum der Strombelastung des Kreises, von A kommt zum UW eine zweiketten Leitung 110 kV und geht weiter zu B, jeder Trafo hat drei Wicklungen \u2013 110 kV, da wird der Strom hergebracht; dann 20 kV, dass sogenannte Agrarnetz, da werden alle M\u00e4rkte, D\u00f6rfer und Hofe des Kreises mit Strom versorgt, egal wie viele und sind das leichte meist auf h\u00f6lzernen Masten Ringleitungen 20 kV, die aus einem Dorf ins andere laufen und auf denen in jedem Dorf die Trafostationen (TS) 20\/0,4 kV h\u00e4ngen, wieder die Anzahl und Leistungsgr\u00f6\u00dfe der TS h\u00e4ngt von der Dorfgr\u00f6\u00dfe und Verbrauch ab; dann 10 kV meist Kabelringe mit dutzenden TS 10\/0,4 kV in jedem Ring selbst der Stadt und Umgebung und am Enden \u00fcberall das sog. Haushaltnetz 0,4 kV \u2013das gr\u00f6\u00dfte und marodeste Netz in der Welt, also, aus RESERVIER Gr\u00fcnden haben wir zwei einander unabh\u00e4ngige Ketten der Leitung 110 kV, wo bei Havarie auf einer die andere automatisch den ganzen Last \u00fcbernimmt; zwei Trafos mit zwei Schienensystemen (SS) 20 und 10 kV, wo wieder jede Leitung 20 und 10 kV bei Havarie abgeschaltet wird oder kann und das ohne Unterbrechung der Stromlieferung und das ist nichts anderes, als die klassische Grunds\u00e4ule eines Stromversorgungsnetzes, egal welche Stromerzeuger im Spiel sind. Die Stromversorgung eines Landes oder Staates ist im Prinzip dasselbe und ist doch auch egal, kommen zum UW Leitungen 110 kV oder auch 220\/380 kV, hat eine Stadt oder Land ein UW oder mehrere, obwohl das Letzte ist manchmal fatal wichtig, wie es vor einigen Jahren in Hannover der Fall war, die Stadt war zwei mit etwas Stunden komplett ohne Strom, ich war nie in Hannover, aber hab sofort damals gesagt, das konnte NUR passieren, weil Hannover nur EIN UW hat, h\u00e4tte Hannover zwei UW, k\u00f6nnte so was nie passieren, das passiert selten, aber immer wieder, dass bei einem Kurzschluss (KS) auf einer SS-10 kV im UW, oder die Sicherung arbeitet falsch oder der Schalter wird mit dem KS nicht fertig, der KS \u00fcberspringt auf die zweite SS-10 kV, folgt ein riesen Knall, dann Stille und Rauch und ein Haufen vom verschmolzenen Isolatoren, Schienen, und- und\u2026, jetzt muss man schnell feststellen, welche der beiden SS-10 kV weniger besch\u00e4digt ist und schnell die defekten Isolatoren und Schienen austauschen, um diese SS-10 kV unter Spannung zu nehmen, das dauert ja welche paar Stunden, leider das ist das einzige, was man da unternehmen kann. Was interessant ist, in der Meldung ging es NUR um die Stadt, scheint die Trafos 10 MVA blieben im Betrieb und das Agrarnetz 20 kV rund um Hannover hat nichts davon mitbekommen\u2026<\/p>\n<p>Jetzt Mal das Hauptthema, aber m\u00f6glichst kurz, wie man in so ein Netz, wie oben mit den Windm\u00fchlen reinkommen kann, die sog. Netzanschl\u00fcsse, ist das so einfach, wie das in der Presse geschildert wird, dass die meisten von WKAs blo\u00df \u201eans Netz gegangen\u201c sind? Fangen wir von au\u00dfen mit irgendeinem Dorf an, sage sofort, ich schreibe, wie es versprochen wurde, um versuchen dar\u00fcber produktiv zu diskutieren und nehmen den Fall, wie ein B\u00fcrgermeister in einem Dorf im Schwanz eines Landkreises in Bayern aus Liebe zur \u201eEnergiewende\u201c  F\u00dcNFZIG Windm\u00fchlen (Artikel \u201eAdios Energiewende\u201c) reinstecken geplant hat und die \u201e\u00dcberraschung\u201c sind nicht die 50. Windm\u00fchlen, soll doch reinstecken, wir sind ja eine EE-Demokratie, die \u201eBombe\u201c war der \u201eEnergiewende\u201c-Schlachter H. Seehofer mit seiner 10H-Regel, der B\u00fcrgermeister kann jetzt nicht alle 50 reinstecken und so ist der Fall ans Licht gekommen, sonst h\u00e4tten wir \u00fcber diese 50 Windm\u00fchlen nicht Mal was gewusst, bei je 3 MW eine WKA sind das 150 MW, das reich aus selbst M\u00fcnchen mit Strom zu versorgen, kann\u2019s da Fragen zu Anschl\u00fcssen ans Netz geben? F\u00fcr mich gibt es da nur eine Antwort: Das ist das Jahrhundert-Projekt namens \u201eEnergiewende\u201c\u2026<\/p>\n<p>Bei Anschl\u00fcssen der Windm\u00fchlen ans Netz steht vor allen die Frage, in welches Netz kommt der Anschluss, weil man alle m\u00f6glichen Daten von einer WKA haben kann \u2013die H\u00f6he, die L\u00e4nge der Rotorbl\u00e4tter und-und, aber niemand findet was von den elektrischen Daten, wie viel Strom, sagen wir, und auf welcher Spannungsebene von dieser WKA im Netz zu erwarten ist; so, wie die WKAs auf den Illustrationen aussehen, sind das elektrische Hochspannungsmaschinen 2,6 3,0 5,0 und die neue sollen 7,5 MW sein mit Standard Spannung 10 kV, so eine WKA hat in meisten unseren, wie oben, D\u00f6rfern nichts zu suchen, weil, erstens, ist die Leistung einer WKA zu gro\u00df; zweitens, und das ist DER HAMMER, eine WKA 10 kV kann ein Anschluss ans Netz NUR IN EINEM UMSPANNWERK haben, d.h., sollten im Landkreis 12 WKAs aufgestellt werden, egal ob die WKA hinter dem Zaun des UW steht oder 30 km weitentfernt ist, die Anschluss Leitung der WKA muss auf die SS I u. II 10 kV im UW kommen und selbst die SS I u. II m\u00fcssen auf 12 Anschluss Kammern (6 jede) erweitert werden, so dass jedes Windrad seine Anschluss Kamer hat mit seinem Schalter, Steuerung, Sicherungen und-und\u2026, und das ist ein ELEKTRO-GESETZ, anders geht es nirgendwo in der Welt, wenn aber es bei uns anders ist, dann sind wir wieder Pioniere. Sollte in einem Ort, so wie es oft in Publikationen aussieht, 3 und mehr WKAs aufgestellt werden, bei 3 muss man  normalerweis 3 Leitungen 10 kV zum UW ziehen, bei mehr als 3 muss hier im Ort ein UW gegr\u00fcndet werden mit der Transformation von 10 auf 110 kV und weiterem Stromtransport zum Gro\u00dfstromverbraucher, wie es mit den \u201eEinspeisenetzen 110 kV\u201c 2013 vorgeschlagen wurde\u2026 Das war damals ein Vorschlag (auf Hannoverscher Messe) 50-100 WKAs in ein Knoten zusammenbinden, den Strom auf 110 kV hochtransformieren und so zum Gro\u00dfverbraucher liefern, &#8211; ein kluger Vorschlag, aber er ist abgestorben\u2026<\/p>\n<p>Also, wenn Obengenanntes stimmt, d.h., die WKAs, die \u201eans Netz gegangen\u201c sind, auch wirklich gem\u00e4\u00df diesen Elektro-Gesetzen ans Netz gekommen sind, dann haben wir ein riesengro\u00dfes Feld f\u00fcr produktive Diskussionen, wir haben ja 27 000 WKAs reingesteckt und wo dann die hunderttausende km der Verbindungsleitungen 10-110 kV und HUNDERTE NEUE Umspannwerke 10\/110 kV verloren gegangen sind? Wie ich das ganze Windstromwesen verstehe, sollte der Artikel nicht \u201eHurra! Ein Windrad kommt ans Netz\u201c, sondern \u201eAlarm! Ein Windrad kommt ans Netz\u201c hei\u00dfen\u2026<\/p>\n<p>17.12.17.<\/p>\n<p>P.S. Zur Ver\u00f6ffentlichung und \u201eproduktiven\u201c Diskussionen ist es nicht gekommen und auch gut so! Sage ehrlich, es ist vielleicht auch nicht zul\u00e4ssig, aber ich habe absichtlich die Stromversorgung eines Dorfes von der Seite 0,4 kV einer WKA hinterlassen, das sollte mir aufs Brot geschmiert werden, dann m\u00fcsste ich mich verteidigen und zugeben, dass in der \u201eElektroenergetik\u201c dort und dort ist diese Variante zu finden\u2026 Die Aufgabe f\u00fcr mich habe ich gesehen, die Diskussion in die Richtung der R\u00fccktransformation 0,4\/10-20 kV und den Weg des Windstroms vom irgendeinem Dorf zu einem Industrieknoten oder ins Ausland, da wird viel geplappert, ABER\u2026 Vielleicht versucht Jemand hier bei der \u201eElektroenergetik\u201c so eine Diskussion starten? Warum nicht\u2026<\/p>\n<p>06.01.18.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Egon Dirks. 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