{"id":118,"date":"2012-01-30T17:19:32","date_gmt":"2012-01-30T16:19:32","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.4teachers.de\/egondirks\/?p=118"},"modified":"2012-01-30T17:19:32","modified_gmt":"2012-01-30T16:19:32","slug":"fl-kl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog4schools.de\/elektroenergetik\/2012\/01\/30\/fl-kl\/","title":{"rendered":"FL-KL&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Die Elektrostromlieferung vom Erzeuger zum Verbraucher folgt nach dem Schema: Erzeuger-Leitung-Verbraucher. Und der Modemacher hier ist der VERBRAUCHER! Er bestimmt und selbst die Existenz des Stromes und die n\u00f6tige Menge, der Stromerzeuger muss diese Strommenge \u201eproduzieren\u201c und die Leitungen zwischen ihnen &#8211; diese Strommenge \u00fcbertragen. Der ganze Schwachsinn diesen unseren naturwissenschaftlich ausgebildeten EE-Doktoren ist ja, dass sie dummerweise Windparks aufstellen oder Solar-D\u00e4cher pflastern OHNE zu denken, ob sie diesen \u00d6kostrom haben werden und wenn, dann wohin mit ihm! Die installierten Leistungen (Gigawatte) der Stromerzeuger mal\u00a0 Zeit \u2013 Stunden, da sind wir die Einzige in der Welt, werden als fertiger \u00d6kostrom \u201everkauft\u201c, ohne Leitungen zu bauen und Verbraucher zu haben! Und ist das nicht aus Ignorieren der Grundgesetze der Stromversorgung, sondern aus fatalen elektroenergetischen Unkenntnissen!<\/p>\n<p>Also Stromleitungen sind Freileitungen (FL), Kabel- (KL) und Freileitungen teilweise verkabelt. FL sind die billigste Form der \u00dcbertragung des Stroms unterm freien Himmel und deshalb auch fest die Einzige und nur dort, wo man mit der FL nicht durch kommt, schl\u00fcpft man ins Kabel. So war es mal fr\u00fcher, jetzt ist die Frage ziemlich kompliziert. Bleiben wir zuerst aber bei FL bis 35 kV, also 0,4 kV anschlie\u00dfend das Agrarnetz 20-35 kV. Eben hier ist der Konflikt \u201eGrundst\u00fcckbesitzer (weiter \u201eLeute\u201c)-FL-KL\u201c am sch\u00e4rfsten. Alle wissen, dass eine KL 6-7 mal teurer ist als eine FL, aber dies ist normalerweise NUR f\u00fcr die Leitungen bis 10 kV. Ist doch klar warum. Trotz dem bem\u00fcht man sich in den St\u00e4dten M\u00d6GLICHST alles verkabeln (Architektur, Sicherheitsma\u00dfnahmen usw.), aber da k\u00f6nnen diese \u201eEE-Doktoren\u201c, die von Zukunftstechnologien der Energiewende kr\u00e4hen, nach M\u00fcnchen kommen, ich zeige ihnen, was f\u00fcr Rotz-Leitungen 0,4 kV am Rande der Stadt immer noch seit den Nachkriegsjahren herumh\u00e4ngen&#8230; Diese konstruktionsleichte Leitungen 0,4-35 kV, meist Holz Mast-Leitungen und meist eine Kette A,B,C, sind leicht bei Bedienung, hindert so eine FL, \u00e4ndert man die Trasse: 3-4 zus\u00e4tzliche Masten oder man verkabelt einfach ein St\u00fcck und keine weitere Probleme! Dass eine Kabelleitung immer viel teurer ist, das w\u00e4re vielleicht auch schei\u00dfegal, aber, was nur Spezialisten kennen, die mit den Kabelleitungen st\u00e4ndig zu tun haben, ist: -Die St\u00f6ranf\u00e4lligkeiten bei Kabelleitungen sind hundertmal gr\u00f6\u00dfer, als bei Freileitungen! Was kann bei einer FL passieren? Im schlimmsten Fall f\u00e4llt eine Mast um. Na und? Eine Stunde und ist man mit der Reparatur fertig. Bei KL muss man erstmals die St\u00f6rung auf der Trasse feststellen, das kann tagelang dauern, und da freut sich derjenige, wenn die St\u00f6rung nicht in seinem Grundst\u00fcck ist. Dann kommen Bagger um Platz f\u00fcr die Verbindungsmuffen (VM) vorzubereiten, wegen St\u00f6rung ist das Kabel zu kurz, man montiert zwei VM und l\u00e4sst eine Schleife zwischen ihnen f\u00fcrs Reserve, weil hier nach kurzer Zeit wird es wieder knallen, hier wird es wieder gegraben, hier wird es wieder gemufft! Was man da noch beachten muss: Wegen dauernder Zeit der Beseitigungen von St\u00f6rungen ist damit die Sicherheit der Stromversorgung auf die Risiko-Grenze gebracht&#8230; Hier ein Beispiel: Alle FL von einem UW (Umspannwerk) sind normalerweise von den Sammelschienen SS-20 kV bis zum ersten Mast verkabelt, nehmen wir eine Agrarleitung 20 kV an, das ist eine leichte A;B;C-Leitung, sie macht eine Runde von 40-50 km durch eine Reihe von D\u00f6rfern und kommt zur\u00fcck auf die zweite SS-20 kV. Um Risiko zu vermeiden haben diese FL immer ZWEI Kabel von den SS zu dem ersten Mast, beide sind unter Spannung und arbeiten parallel, passiert was mit einem Kabel, wird es abgeklemmt zur Reparatur, das Andere bleibt in der Arbeit, ist die Reparatur fertig, wird es wieder an geklemmt, jedes beiden Kabel muss die volle Last der Leitung tragen k\u00f6nnen! So auf dem Niveau eines Elektromonteurs sollte man den Leuten alle Pro und Kontra, was FL-KL angeht, erkl\u00e4ren. Ohne feine Details vielleicht, wie Temperaturregime bei \u00dcberbelastung, Alterung der Isolation, aggressive B\u00f6den und Wasser, Empfindlichkeit zu atmosph\u00e4rischen und Kommutation-\u00dcberspannungen bei Kabelleitungen, was bei FL kein gro\u00dfes Problem darstellt, und-und&#8230; Seitens Grundbesitzer w\u00fcrde es eine ganz andere Reaktion geben, es w\u00e4re nicht blind behauptet\u2013 wir wollen Kabel und fertig! Kabelleitungen, nicht aber in den Geb\u00e4uden, Industrieanlagen, wo man mit Kabelbr\u00fccken zu tun hat, sind das gr\u00f6\u00dfte Problem und die schwerste Arbeit in der ganzen Stromversorgung&#8230;<\/p>\n<p>Die Hochspannungsfreileitungen FL 110 kV und h\u00f6her, \u00fcberwiegend 2-Ketten (2xA,B,C), deren Trassen sollten vielleicht nicht \u00fcbers Wohngeb\u00e4ude gehen, bei Bestimmung solch Trassen kann das auch nicht der Fall sein, aber wenn Masten oder selbst die Leitung \u00fcber die Grundst\u00fccke oder Ackerland verlaufen, ja was ist denn da schlimmes, ich sehe da nur \u00fcbertriebene unbegr\u00fcndete \u00c4ngste! Wir leben in so einem intensiven und starken Elektromagnetwellenfeld, besonders in den Gro\u00dfst\u00e4dten, dass \u00fcber das Starkstrom-Magnetfeld von Stromleitungen sollte man nicht mal reden&#8230; \u00dcber die Verkabelung von solch Leitungen 110 kV und h\u00f6her, da muss man klare Vorstellung haben, dass hier die Kosten um hundert Mal h\u00f6her sind, als bei KL-10 kV! Man darf auch nicht vergessen, dass beim Wechselstrom die maximale Entfernung des Stromtransports betr\u00e4gt nur welche 70-80 km bei allen praktisch Spannungsstufen. Das Problem da ist die reaktive Komponente des Wechselstromes und da gibt es nur eine L\u00f6sung \u2013 den Umstieg auf das Gleichstrom Hochspannungsnetz! Und technisch, und finanziell \u2013 kaum vorstellbar! Und das Letzte, was gegen Hochspannungskabelleitungen sprich, das ist der Faktor \u2013MENSCH! Den Fall habe in einem Artikel beschrieben, wei\u00df jetzt nicht wo. Da wurde eine Stra\u00dfe total umgebaut, umgelegt in die neue Trasse sollte auch eine alte Kabelleitung 10 kV, die auf dieser L\u00e4nge 7 oder 8 Verbindungsmuffen hatte. Ich war sicher, dass alle Muffen weggeschnitten werden und komme dazu zwei neue Muffen von beiden Enden, so sollte es auch sein, aber NEIN, alle Muffen wurden in die neue Trasse \u00fcbergetragen und als ich den Kapo frage, ob sie Verr\u00fcckt sind, antwortet er mir ruhig, dass sie morgen auch Arbeit haben wollen! Ehrlich gesagt, ich habe nie \u00fcber so was gedacht, die Muffen liegen wahrscheinlich auch heute noch, sie schie\u00dfen regelm\u00e4\u00dfig, die Monteure haben Arbeit. Also, die Muffen kann man so montieren, dass man st\u00e4ndig Arbeit hat!!! Bei Freileitungen gibt es diesen Faktor-MENSCH nicht\u2026<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>13.02.11.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Elektrostromlieferung vom Erzeuger zum Verbraucher folgt nach dem Schema: Erzeuger-Leitung-Verbraucher. 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