Viele Menstruierende leiden jeden Monat unter starken Regelschmerzen. Männer können mithilfe eines elektronischen Geräts, dass die Periodenschmerzen mit krampfähnlichen Impulsen simuliert, nachfühlen. Warum können so viele Männer den sogenannten “Periodensimulator “ nicht gut überstehen? Viele Männer brechen beim Periodensimulator (auch Menstruations-Schmerzsimulator) schnell ab – das hat mehrere Gründe, die weniger mit „Schwäche“ zu tun haben, als oft behauptet wird:
- Ungewohnter Schmerz
Der Simulator nutzt elektrische Impulse, die krampfartige Schmerzen auslösen. Für viele Männer ist das ein völlig neuartiger Schmerz.
- Nichtvergleichbar mit Sport- oder Verletzungsschmerz
Ungewohnter Schmerz wird vom Gehirn oft stärker wahrgenommen.
- Keine Gewöhnung wie bei Menstruierenden
Menschen, die menstruieren, erleben diese Schmerzen regelmäßig, oft seit der Pubertät und entwickeln mit der Zeit Strategien (Atmung, Haltung, Schmerzbewertung). Männer haben diese Anpassung nicht.
- Psychologischer Faktor
Erwartungshaltung unter dem Motto „Das kann doch nicht so schlimm sein“ und Kontrollverlust („Ich kann es nicht stoppen“), beides verstärkt das Schmerzempfinden messbar.
- Sozialer Druck
Oft passiert das vor Publikum als „Challenge“, Scham und Stress erhöhen die Schmerzempfindlichkeit zusätzlich.
Wichtig zu wissen:
👉 Der Periodensimulator beweist nicht, dass Männer „weniger schmerzresistent“ sind.
👉 Er zeigt eher, wie intensiv und unterschätzt Menstruationsschmerzen sein können.
Wie kannst du deiner Mutter/Frau/Freundin bei der Periode helfen?
Man kann seiner Frau oder Freundin während der Periode helfen, indem man verständnisvoll, aufmerksam und unterstützend ist. Zunächst ist es wichtig, ihre Beschwerden ernst zu nehmen und nicht herunterzuspielen, da Menstruationsschmerzen und Stimmungsschwankungen sehr belastend sein können. Zuhören und Nachfragen, wie es ihr geht und was sie gerade braucht, hilft oft mehr als ungefragte Ratschläge.
Praktische Unterstützung ist ebenfalls wichtig. Man kann ihr im Haushalt Arbeit abnehmen, einkaufen gehen oder dafür sorgen, dass sie sich ausruhen kann. Wärme, zum Beispiel durch eine Wärmflasche oder ein warmes Bad, kann Menstruationsschmerzen lindern. Auch kleine Aufmerksamkeiten wie Tee, Schokolade oder ihr Lieblingsessen können zeigen, dass man an sie denkt.
Außerdem sollte man geduldig sein, falls sie gereizter oder emotionaler ist als sonst. Rücksicht, Respekt und Zuneigung helfen ihr, sich sicher und verstanden zu fühlen. Insgesamt zeigt man durch Verständnis, Hilfe im Alltag und liebevolle Aufmerksamkeit, dass man sie in dieser Zeit unterstützt.
Für die Redaktion:
Jannine
