Der Diamant gilt als einer der wertvollsten und faszinierendsten Edelsteine der Welt. Er besteht aus reinem Kohlenstoff. Seine Atome sind in einer extrem festen Kristallstruktur angeordnet. Diese besondere Bindung macht den Diamanten zum härtesten bekannten natürlichen Material, er erreicht den Höchstwert 10 auf der sogenannten Mohs-Härteskala.
Eigenschaften:
Diamanten sind das härteste Material der Welt, sie widerstehen fast jeder mechanischen Abnutzung. Ihre Lichtbrechung ist sehr hoch, was für den typischen, funkelnden Glanz sorgt. Außerdem können sie Licht in seine Spektralfarben zerlegen, wodurch das berühmte „Feuer“ entsteht.
Entstehung:
Diamanten entstehen tief in der Erde unter extremem Druck und hohen Temperaturen. Vulkanische Prozesse befördern sie dann an die Erdoberfläche.
Verwendung:
Diamanten sind besonders beliebt in Schmuckstücken wie Ringen, Ketten und Ohrringen. Aufgrund ihrer Härte werden sie außerdem in der Industrie auch als Schneid-, Bohr- und Schleifwerkzeug eingesetzt.
Begriffserklärung:
Der Begriff “Diamant” leitet sich von dem griechischen Wort “adamas” ab (ἀδάμας), das bedeutet so viel wie “unbezwingbar”. Im Lateinischen wird hartes Material allgemein auch als “adamas” bezeichnet.
Geschichte:
Der erste Fund eines Diamanten war angeblich im 4. Jahrtausend v. Chr., also vor über 5000 Jahren. Man sagte dem Stein schnell magische Wirkung nach. Das führte zu der Nutzung als Talisman. Die ersten bekannten Diamantfunde stammen aus Indien und reichen über 2.500 Jahre zurück. Besonders die indischen Flüsse Krishna, Godavari und Penner galten in der Antike als reich an Diamanten. Diese Steine wurden zunächst nicht geschliffen, sondern in ihrer natürlichen Form als Amulette, Schmuckstücke und Statussymbole getragen.
In der Antike galten Diamanten als magische Steine: Man schrieb ihnen Schutzkräfte, Unzerstörbarkeit und sogar heilende Wirkungen zu. Herrscher und Adelige nutzten sie, um Macht und Reichtum zu demonstrieren. Die Chinesen glaubten tatsächlich an ein Nachleben in Diamanten, so als eine Art “Stein der Weisen”.
Ab dem Mittelalter gelangten indische Diamanten über Handelsrouten wie die Seidenstraße nach Europa. Dort wurden sie zu begehrten Kostbarkeiten an den Adelshöfen. Mit der Entdeckung neuer Lagerstätten in Brasilien (18. Jahrhundert) und später in Südafrika (19. Jahrhundert) nahm der weltweite Handel stark zu. Heutzutage kommt ein großer Teil der natürlichen Diamanten aus afrikanischen Minen zum Beispiel in Botswana oder Südafrika oder aus der russischen Region Sacha (Jakutien).
Für die Redaktion:
Caio (8b)
