Blogger-Blues

Ich stelle mir immer wieder mal die Frage, weshalb ich das Bloggen begonnen habe, ob ich es weiter machen möchte und was andere Blogger so antreibt.

Weshalb ich die Drachenburg „aufgebaut“ habe, weiß ich. Es war Neugierde. Ich wollte wissen, wie das Bloggen geht und ausprobieren, was man damit so tun kann. Ich wollte mir auch einen Eindruck verschaffen, ob so etwas mit Schülern zu machen geht.

Meine Neugierde wurde befriedigt. Damit ist der eigentliche Antrieb weg.

Eine Weile meinte ich, dass es meine Verwandtschaft, die ich ja nicht täglich um mich habe, interessiert, was ich so treibe. Ja klar, man kann auch miteinander telefonieren ;-)

Und ein weiterer Gedanke war der, dass es auch andere Leute interessieren könnte, was ich hier verblogge.

Möglicherweise gibt es ja Leute die ab und zu vorbeischauen, ob es etwas neues in der Drachenburg gibt. Aber irgendwie ist mir das wohl nicht wichtig genug. Sonst hätte ich schon längst was geschrieben – von meinen Ostsee-„Ferien“, vom Sommertreffen, vom Schulanfang, von meinen tollen Ersties, vom Wandertag, Sportfest, Kunstunterricht, Pilze suchen, …..

Fehlt mir der Drang nach äußerer Anerkennung? Bekomme ich zu wenig Anerkennung in Form von Kommentaren? Bin ich einfach nur zu träge, aufzuschreiben, was mir erinnerungswert erscheint?

Wahrscheinlich trifft alles irgendwie ein bisschen zu, auch wenn sich der erste und zweite Gedanke widersprechen ;- ) und so richtig weiß ich noch nicht, ob ich hier weiter schreibe oder ob ich es als „ausprobiert, hat Spaß gemacht“ zu meinen persönlichen Akten lege. Da denke ich einfach noch ein bisschen drüber nach und räume dabei ein wenig auf :-)

4 Gedanken zu „Blogger-Blues

  1. Also, Freunde und Verwandte lesen bei mir gar nicht mit (von meinem Vater abgesehen). Wer keine Blogs liest, liest auch keine Blogs von Freunden. Das verstehe ich immer noch nicht ganz, ist aber wohl so.

    Vielleicht ist es fehlendes Mitteilungsbedürfnis? Meines ist sehr hoch, als ich noch kein Blog hatte, habe ich das immer bei den Kollegen in der S-Bahn ausgelebt.

  2. Das ist sicherlich auch ein Aspekt, dass mein Mitteilungsbedürfnis nicht ganz so stark ausgeprägt ist, wie bei anderen Menschen. …. und das wird nun mit hoffentlich vorübergehender Trägheit kombiniert ;-)

    Während ich so drüber nachdenke, ob ich hier weiter schreibe oder nicht, fällt mir ein, dass es oft irgendwie erfreuliche Dinge waren, die ich hier veröffentlicht habe. So waren die Augenblicke des Schreibens also mit schönen Gedanken an diese Begebenheiten erfüllt.

    Das ist auf jeden Fall etwas, das für den Fortbestand der Drachenburg spricht.

  3. Mach dir klar, aus welchen Gründen du diesen Blog eröffnet hast dann wirst du dir auch bewusster, ob dein Blog noch eine Zukunft hat. War es eher ein Selbstzweck, wolltest du jeamden Bestimmtes erreichen, wolltest du sogar vielleicht etwas erreichen etc. etc.?

    P.S.
    Von der Anzahl der Kommentare solltest du dich nicht blenden lassen. Nur weil sich niemand äußert, bedeutet es nicht, dass ihn niemand liest. Schau dir doch die Zugriffsstatistiken o.ä. an. Wo und wie du die findest, das kann ich dir nicht sagen, weil das überall anders ist.

  4. Weshalb ich dieses Blog angelegt habe, weiß ich genau. Das habe ich oben gleich am Anfang geschrieben. Da dieser Punkt „erledigt“ ist, frage ich mich, ob das Bloggen noch etwas an sich hat, das ich vermisse, wenn ich hier nicht mehr schreibe.

    Es gibt auf jeden Fall einen Grund, der dafür spricht, die Drachenburg weiterhin „am Leben“ zu lassen. Das habe ich in der Antwort an Herrn Rau schon angedeutet:

    Beim Schreiben richte ich meine Aufmerksamkeit noch einmal auf ausgewählte Dinge und Erlebnisse und dies sind oft schöne Sachen – also wird die Freude daran noch einmal wach. Diejenigen, die hier mitlesen, freuen sich dann vielleicht auch – und das ist dann gut :-)

    Manchmal (eher selten) waren es nicht so nette Sachen, die ich hier verbloggt habe. Da hatte das Schreiben eher den Aspekt des „emotionalen Erbrechens“, was mir in dem Augenblick vermutlich ganz gut getan hat ;-)

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