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Glück gehabt

Einige Tage war die Drachenburg, so wie alle 4teachers-Blogs, nicht erreichbar. Zum Glück wurde sie aus dem digitalen Nirwana gerettet. Nun krame ich hinter den Kulissen mit dem Design herum und finde nichts, das mir zusagt.

Wahrscheinlich muss ich erst einmal mein Headerbild und die Minidrachen-Bilder aus den Sicherungsdateien graben und hochladen, damit ich mich wieder heimisch fühle.

Vielleicht kommt mit der Neugestaltung auch meine Schreiblust zurück?

einblick

Hinterher ist man immer schlauer!

Vor 2 Jahren wünschte ich mir ein Jahresabo von „Das Magazin“ und bekam es zu Weihnachten geschenkt. Nun bin ich seit über 2 Jahren Abonnentin dieser Zeitschrift und genieße monatlich jede Seite davon. Durch „Das Magazin“ bin ich auf Bücher und CDs aufmerksam geworden, die meiner Aufmerksamkeit ohne diese Zeitschrift sehr wahrscheinlich entgangen wären.

Auf der Buchmesse in Leipzig wurde „Das Magazin“ an einem kleinen Stand präsentiert. Es wurden alte Hefte verkauft und neue Abonnenten geworben. Ich nutzte die Gelegenheit und habe ein Geschenkabo bestellt. Das aktuelle Heft und die Geschenk-Urkunde konnte ich gleich mitnehmen, um sie dem neuen Leser persönlich zum Geburtstag zu überreichen.

Am Stand war der Verleger anwesend. Er ist ein sehr offener und sympatischer Mensch, mit dem wir unbefangen ins Gespräch gekommen sind. Ich bin ja gespannt, ob es demnächst eine Badewannenausgabe gibt.
Eine Lesung von Kolumnist Stefan Schwarz konnten wir leider nicht besuchen. Beim nächsten Mal planen wir das besser!

Wer an einer unterhaltsamen Mischung aus Journalismus und Literatur interessiert ist, wer Prominentenporträts, Alltagssatiren, Reportagen, Erzählungen, Fotoessays und Illustrationen schätzt, sollte evtl. sich oder einen lieben Menschen mit einem Jahresabo beschenken. (Auf der Website gibt es Leseproben.)

magazin_2014

Buchmesse Leipzig

Da ich in diesem Jahr nicht zur Didacta fahren kann, habe ich mir als kleinen Trost die Buchmesse in Leipzig ausgesucht. In Halle 2 präsentierte sich ein Teil der Schulbuchverlage. Dort habe ich mir unter anderem das Mathematikbuch angesehen, das vorgestern als Schulbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet worden ist. Sehr interessant fand ich auch eine Mathekartei, die ich fast gekauft hätte, von der ich jetzt erst im Nachhinein lese, dass sie im Bereich Zusatzmaterialien den Schulbuchpreis erhielt.

Beim ausgezeichneten Mathebuch für Klasse 1 gefiel es mir nicht, dass es sich um zwei sogenannte Arbeitshefte in Buchstärke handelt. Der Preis für diese Verbrauchsmaterialien übersteigt den zu zahlenden Elternanteil in Brandenburg. Somit ist dieses Werk nur nutzbar, wenn alle Eltern mit dem höheren Betrag einverstanden sind. … und dann haben wir uns noch keine Gedanken über ein Deutscharbeitsheft gemacht. 🙁

Die Bücher und zugehörigen Arbeitshefte für Klasse 2 bis 4 gefallen mir besser, weil das Buch als Leihexemplar von der Schule ausgegeben werden kann und somit nur ein normales Arbeitsheft vom Elternanteil bezahlt werden muss.
Falls ihr gerade mit eurem Mathelehrwerk unzufrieden seid, lohnt es sich „eins, zwei, drei“ anzusehen. Wer ein Freund von Differenzierungsblöcken ist, findet einen solchen als Zusatzmaterial. Wer lieber mit Karteikarten arbeitet, findet leider keine (nur als Lehrerhandreichung). Die üblichen Kopiervorlagen gibt es auch noch.

Damit ich nicht den ganzen Tag durch die Hallen laufe, habe ich noch an der Vorstellung des neuen Bücherwurm-Materials teilgenommen. Obwohl ich nicht mit einer Fibel arbeite, informiere ich mich doch immer wieder mal, welchen „Stein des Weisen“ die Verlage für den Lese- und Schreiblernprozess entwickeln. Mir scheint, dass die Tendenz jetzt flächendeckend dahingeht, das silbenbasierte Lesenlernen und die Arbeit mit einer Anlauttafel zu kombinieren. Das muss ich sinnvoll finden, schließlich mach ich das auch so 😉
Die Notwendigkeit eines Fibel-Buches erschließt sich mir aber nicht mehr – auch nicht, wenn es mit einem tollen Plüschbücherwurm oder einer Katzenhandpuppe oder mit anderem Getier daherkommt.
Das neue Schreibschriftheft zum Bücherwurm erinnert mich übrigens stark an das Selbstlernheft vom Jandorf-Verlag. Das zuletzt genannte Heft ist aber umfangreicher und enthält mehr Übungen in denen auch gelesen werden muss.

Besonders angepriesen wurde das eigentliche Arbeitsheft zum Bücherwurm, das es einmal in Druckschrift gibt und zusätzlich als Version von-der Druckschrift-zur-Schreibschrift. Ich finde das problematisch, weil nicht jedes Kind nach einem halben Schuljahr in der Lage ist, hinreichend zu lesen und Druckschrift zu schreiben und so mit einer verbundenen Schrift überfordert wird.

Deshalb bevorzuge ich Materialien mit Minimalforderung für alle Kinder und gebe denen, die mehr können andere Materialien. Im vergangenen Schuljahr haben 3 Kinder innerhalb von 4 Wochen die Schreibschrift völlig ohne vorgedrucktes Heft gelernt. Solche Kinder brauchen das „Mischheft“ also nicht. Zusätzlich habe ich drei Kinder, die nach 1 1/2 Schuljahren kaum in der Lage sind, die Buchstaben zu verbinden. Diese Kinder hätten mit dem von-der-Druckschrift-zur-Schreibschrift-Heft nach dem ersten Schulhalbjahr nicht mehr weiterarbeiten können.

In der Bücherwurm-Materialübersicht für Brandenburg fehlt dieses Heft, vermutlich weil es nicht zu unserem Rahmenlehrplan passt, der vorschreibt: „Druckschrift und Schreibschrift werden nacheinander eingeführt. … Die Schreibschrift wird erst eingeführt, wenn die Schülerinnen und Schüler die meisten Buchstaben kennen, die Druckschrift sicher lesen können und ihre feinmotorischen Fertigkeiten entsprechend weit entwickelt sind.“

Was mir sehr gefallen hat, ist die Arbeitsmappe zum Lehrwerk. Darin sind viele Materialien für die Hand des Schülers enthalten, die ich in ähnlicher Form in meinen Freiarbeitsmaterialien anbiete. Schön ist auch die Wörterkartei. Solche Materialien findet man beim Zaubereinmaleins und in anderen Materialblogs zum Download. Für Fans von zusammenhängenden Lehrwerken ist diese Arbeitsmappe aber ein großartiges Material.

bucherwurm_leipzig

Viele Grüße an Ines, mit der ich nach der Veranstaltung ins Gespräch gekommen bin. 🙂

5 Jahre

Fast hätte ich ihn verpasst, meinen 5. Blog-Geburtstag.

Nur durch die Blog-Parade und die Lehrerblogliste im ZUM-Wiki habe ich etwas Nabelschau betrieben und mich mit dem Geburtsdatum meiner Drachenburg beschäftigt und festgestellt, dass ich hier schon seit 5 Jahren schreibe. Ursprünglich war die Drachenburg nur ein Test – Wie geht das überhaupt mit dem Bloggen? Kann man das auch mit Schülern machen? Wofür ist das gut?

Ich habe viel gelernt – beim eigenen Schreiben und beim Bloggen mit Schülern; ich habe es für gut befunden und trotz gelegentlicher Flaute nicht aufgehört. Manchmal lese ich meine eigenen Artikel, erinnere mich an schöne Begebenheiten, freue mich an anregenden Kommentaren und greife Ideen auf, die ich in Artikeln festgehalten habe.

Mein erster Header sah übrigens so aus:

header_alt

Blog-Schau

Der Fontanefan sucht die besten Lehrerblogs des Jahres, erstellt eine Blog-Liste im ZUM-Wiki und ruft dazu auf, im eigenen Blog vorzustellen, bei wem man mitliest.

Das erste Blog, das ich las, gehört Herrn Rau. Sein Lehrerzimmer besuche ich nur noch gelegentlich, seit es so viele Blogs gibt, aber ab und zu lese ich dort noch hinein. Auch Kreidefressen und JochenEnglish gehörten zu meinen ersten Blogs.

Später las ich bei Frau Freitag und Fräulein Krise, war aber irgendwann von ihren Anekdoten gesättigt und wandte mich den inzwischen zahlreich entstehenden Grundschulblogs zu. Einige berichten aus ihrem Klassen-, Kollegen- und Privatleben, andere stellen regelmäßg schöne Materialien zur Verfügung.

Aktuell freue ich mich über neue Einträge bei SKoLNET, Kuschelpädagogik und Halbtagsblog. Diese Blogs sind seit Langem in meiner Favoritenliste.

… und immer wieder freue ich mich, dass es so etwas überhaupt gibt: Lehrer, die Einsicht in ihren Schulalltag geben, die von ihren Höhen und Tiefen, von amüsanten oder verwunderlichen Geschehnissen berichten, die Materialien veröffentlichen und auf vielfältige Weise  inspirieren und bereichern.

tagxedo.com

Funkenflug

Morgen treffen bewundernswerte Schüler unseres Landes in Berlin ein. Sie wandern seit Mitte April durch unser Land, besuchen Schulen und sammeln Wünsche der Schüler. Diese Wünsche nehmen sie mit nach Berlin und nennen ihre Aktion Funkenflug. Zu ihren Motiven schreiben sie:

„Wir sind Schüler. Wir gehen nach Berlin. Zu Fuß. Quer durch Deutschland.

Wir tun das, um ein neues Bildungssystem aus der Taufe zu heben und uns für die Zukunft der ganzen Gesellschaft stark zu machen. Wir möchten wegkommen von Druck, Selektion und Einzelkampf. Jeder Mensch ist wertvoll. Wir sind überzeugt, dass Teamfähigkeit, Solidarität, echte Demokratie und Engagement eine viel bessere Basis für unser Bildungssystem sind. Wir laden alle dazu ein, gemeinsam mit uns daran zu arbeiten, dass Schulen und Universitäten zu Orten werden, an denen jeder Mensch mit Freude und Begeisterung seine eigenen Talente entdecken und entfalten kann. …“

Obwohl kein Zukunftswanderer in meiner Schule war und ich nur ab und zu im Blog gelesen habe, bin ich von der Energie dieser jungen Menschen beeindruckt und zum Teil auch beschämt, dass wir Erwachsenen, wir Lehrer es nicht schaffen unseren Kindern die Schule zu geben, die sie brauchen.

Funkenflug-Forum

Funkenflug-Blog

Video eines MDR-Beitrages

wissens_bausteine

Ich selbst fand erst vor Kurzem im Zauber1x1-Forum einen Hinweis zu dieser Schülerbewegung.

Stöckchen-Übergabe

Nun geht´s weiter: Nr. 4 bei diesem Spiel fordert elf neue Fragen an den nächsten Teilnehmer, dem das Stöckchen um die Ohren fliegt.

  • Welche Zeitung/Zeitschrift  liest du regelmäßig?
  • Wieviele Bücher besitzt du?
  • Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?
  • Welches Museum / welche Austellung hast du in letzter Zeit besucht?
  • Welches ist dein liebster Poesiealbum-Spruch?
  • Vor kurzem las ich von einem Erste-Hilfe-Koffer für Referendare. Der ist bestimmt auch für „fertige“ Lehrer nicht schlecht.
    Welche drei Dinge würdest du in diesen Koffer noch hineinlegen?
  • Welches Blog ist dein erstes gewesen, das du regelmäßig gelesen hast?
  • Was hat dich dazu gebracht, selbst zu bloggen?
  • Welche Begebenheit in der Schule hat dich in letzter Zeit besonders erfreut?
  • Kannst du dich nach beruflichen Belastungssituationen selbst wieder „ent-stressen“ oder trägst du das lange mit dir herum? (Wer/Was hilft dir dabei, wieder „herunterzufahren“?)
  • Wem würdest du gern mal so richtig die Meinung sagen?

Nachdem ich die Fragen von Daniela beantwortet habe, schmeiß ich das Stöckchen in die Mathelandschaft von Sandra. Damit ist auch Punkt 5 erledigt.

Stöckchen-Weitwurf

Seit einiger Zeit beobachte ich, dass in der Blogwelt erlaubt ist, was wir unseren Schülerlein verbieten: Es wird munter mit Stöckchen geworfen.

Heute hat mich ein Stöckchen von Daniela aus der Ideenreise getroffen. Ihr Blog gibt es erst seit 5 Tagen und sie selbst sagt darüber in ihrem ersten Post: „Ich lade Euch herzlich zu einer Reise durch innovative und kreative Materialien für die Grundschule ein!“.
Die ersten Materialien sind schon zu finden und können sicherlich in so mancher Klasse gut gebraucht werden.

Für dieses Stöckchenwerfen gibt es natürlich Regeln (es darf ja nicht jeder werfen, wie er will):
1. Nenne den Stöckchenwerfer.
2. Beantworte die elf Fragen des Stöckchenwerfers.
3. Erzähle elf Dinge über dich.
4. Entwirf elf Fragen, die der nächste beantworten soll.
5. Wirf das Stöckchen an den nächsten Blogger.

Na dann los:

1. Nenne den Stöckchenwerfer! – Schon erledigt.

2. Die elf Fragen:

Warum bist du Lehrerin/Lehrer geworden?

Irgendwie gabe es zu der Zeit nicht viel, was ich werden wollte. Ich hatte so Spleens wie „Ich werde Formgestalterin in Velten oder Porzellanmalerin in Meißen.“ Glücklicherweise erinnerte mich eine Lehrerin in der 9. Klasse daran, dass ich jahrelang gemeint hatte „Ich werde Lehrerin, wenn ich mal groß bin!“ und gab mir alle Hinweise, die ich brauchte, um mich am Institut für Lehrerbildung in Potsdam zu bewerben. … Nunja, es hat alles geklappt und ich bin Lehrerin geworden.

Wer ist dein Vorbild?

MeinVorbild ist eine ehemalige Lehrerin und spätere Kollegin von mir, die inzwischen ihren Ruhestand genießt. Sie hatte eine sehr optimistische und gleichzeitig auch pragmatische Art mit den Wendungen des Lebens und mit den Befindlichkeiten von Schülern und Lehrern umzugehen, die mich beeindruckt hat.

Welche Farbe passt zu dir und warum?

Meine Farbe, was Kleidung anbelangt, ist BLAU – in allen möglichen Nuancen. Da komme ich nicht dran vorbei. Diese Farbe unterstützt  den Farbton meiner Haare und meines Teints. Falls du wissen wolltest, welche Farbe meinem Wesen entspricht, muss ich passen.
Welche Süßigkeit ist immer wieder ein Sünde wert?

Oh, da gibt es leider viele ….
Dein Lieblingstier?

Ich mag Katzen.
Wie lautet dein Lieblings- Zitat?

„Der ist der beste Lehrer, der sich nach und nach überflüssig macht.
(George Orwell (1903-50), engl. Schriftsteller)

Wohin führte dich dein bisher schönster Urlaub?

an das Mittelmeer

Sonntags Tatort oder lieber Schnulze?

weder noch

Was gefällt dir in deinem Klassenzimmer besonders gut?

Obwohl der Raum viel zu klein ist und eine mieserable Akustik hat, lernen meine FLEXis fleißig darin. Das erfreut mich immer wieder.

Womit könnte man dir eine große Freude machen?

Mit einem größeren Klassenraum und Teppichboden darin.
Mit welcher Jahreszeit kannst du dich am ehesten identifizieren?

Ich bin ein Sommerkind – laut Geburtsdatum und Gemüt.

3. Elf Dinge über mich:

  • lichtliebend
  • naturverbunden
  • büchernärrisch
  • wissensdurstig
  • kreativ
  • balancierend zwischen Chaos und Ordnung
  • manchmal leicht „entflammbar“
  • andere Male eher vorsichtig und abwartend
  • zuversichtlich
  • montessori-diplom-anstrebend
  • 11. meine dunklen Seiten verrate ich nicht 😉

Nr. 4 und 5 hebe ich mir für morgen auf. Nach so einem Stöckchen-Treffer muss ich meinen Kopf ausruhen und auch Ausschau halten, in welche Richtung ich es weiterwerfen kann.

amsel_junges

Tage wie diesen …

… braucht man viel öfter.

Heute erwischte ich mich dabei, wie ich nach der 4. Stunde förmlich zu meiner Aufsicht tänzelte, mit einem glückseeligen Lächeln im Gesicht. Die vorgehenden Stunden waren einfach so schön.

Im Gemeinsamen Unterricht arbeiteten die Kinder an ihren Etappenplänen. Einige Zweitklässler lasen auch in Büchern. Es gab wenige Fragen und wenig Gewusel.; viel konzentriertes Arbeiten und positive Energie. David gammelt träumt in diesen Stunden gern herum. Heute hatte ich im letzten Viertel Zeit mit ihm ein wenig zu reden, weshalb er denn seine Arbeitszeit nicht gut nutzt. Da er meinte, die Matheaufgaben wären ihm zu langweilig, bot ich ihm an den Test zu seiner aktuellen Lernetappe zu schreiben und ihm den neuen Etappenplan zu geben, obwohl er kaum Übungen erledigt hatte. Den größten Teil des Tests erledigte er in 10 Minuten – ca. 45 Aufgaben mit nur einem Fehler. Den kleinen Rest kann er dann morgen erledigen und sich dann mit dem neuen Plan vergnügen. Hoffentlich passen diese Aufgaben zu seinen Fähigkeiten.

Paul schnappte sich heute vergnügt und tatendurstig sein Froschheft und begann sich mit Hilfe der Anlauttabelle durch die ersten zwei Seiten zu arbeiten. Er hatte gar keine Zeit ununterbrochen zu quasseln, wie er es sonst meist tut. Das war sehr wohltuend – noch schöner war aber zu sehen, wie sehr er bei der Sache war und wie stolz und zufrieden ihn das machte.
Das wirkte auf ein paar andere Ersties ziemlich ansteckend. So nahm sich Rudi, der schon richtig gut lesen kann, mal wieder sein Heft und bearbeitete ein paar Seiten und ein Mäuschen, das noch nicht ganz so weit ist, griff sich wildentschlossen ihr Heft und versuchte es auch. Hoffentlich hat sie morgen noch genauso viel Energie und ich Zeit, dieses Kind ein wenig dabei zu unterstützen.

In den beiden Teilungsstunden zeigte ich meinen Ersti-Gruppen jeweils, wie das Streifenbrett der Addition funktioniert und was man damit so alles tun kann. Nach der gemeinsamen Runde, Aufgaben zu legen und zu lösen, Muster zu finden usw., durften sich zwei Kinder mit dem Brett beschäftigen und die anderen sollten sich mit ihren Matheplänen oder anderen mathematischen Materialien beschäftigen. Die Kinder waren so eifrig bei der Sache, sie schafften so viel und probierten vereinzelt auch bisher unbeachtete Materialien aus. Ich wurde kaum gebraucht. Das ist doch toll – oder!?

Der ist der beste Lehrer, der sich nach und nach überflüssig macht.
(George Orwell (1903-50), engl. Schriftsteller)

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Disziplin, Gehorsam, …

kindliche Willensbildung, soziale Erziehung und Friedenserziehung waren Thema des gestrigen und heutigen Montessori-Seminars. Dabei wurde uns das „Gespräch mit Willy“ zu Gehör gebracht. [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Oe-_UbLwH18&feature=player_detailpage[/youtube]

Unsere Gespräche im Seminar, die Zitate aus den Schriften Maria Montessoris und nicht zuletzt die Gedanken und Worte Konstantin Weckers schwingen noch stark in mir nach.

Spaziergang an der Spree

Die Spree fließt jeden Tag munter durch Berlin und überraschte mich, als ich sie auch in Bautzen traf. Oh, ich bin ja solch eine Erdkunde-Niete! Ist doch klar, dass der Fluss irgendwoher kommen muss 😉 Die Spree hat übrigens 3 Quellen und ist 400 km lang. Und die schönen Spaziergänge durch die Bautzener Altstadt und entlang der Spree waren ein schönes Nebenprodukt meiner Hopitationsreise in die Montessori-Grundschule und ins Kinderhaus der Stadt.

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Die Tiere Europas

… haben jetzt auch eine Dose erobert.

Inzwischen wird es schwierig aus meinem Sammelsurium sinnvolle Tiergruppen herausszusuchen. Ich habe noch einen Teil australische und asiatische Tiere; und ein paar Haustiere. Für eine Dose reicht es aber noch nicht. Da muss ich wohl demnächst Trödelmärkte mit einem Tiereinkaufszettel besuchen.
Die nächste Dose wird Bauernhoftiere beherbergen – da fehlt mir jetzt aber die Inspiration für die Kartenhintergründe. Als letztes kann ich die Ritter zu Lesestoff verarbeiten. Danach ist auf unbestimmte Zeit Pause mit Lesedosen und ich muss mir ein neues Projekt suchen.
Das Arbeitszimmer hält noch ein paar Ressourcen bereit 😉

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Hübscher Schädling

Bei der Gartenarbeit habe ich heute 3 hübsche kleine Raupen gestört. Eine von ihnen hat sich aber nicht schnell genug wieder versteckt, sodass ich sie fotografieren konnte.
Nun habe ich gleich recherchiert und festgestellt, es sind die Raupen des Schwammspinners – SPINNER! Das kann ja nicht gut sein! Ist es auch nicht; jedenfalls nicht für meinen armen Apfelbaum.
Nun haben sich die Raupen wieder verkrochen und kommen erst nachts zum Fressen wieder aus ihrem Versteck. Da kann ich sie nicht einmal umsiedeln. Ärgerlich!

raupe

Lesekarten – Tutorial

Ich bekomme oft so schöne Rückmeldungen zu meinen Materialien. Dafür möchte ich mich bedanken und euch verraten, wie man recht schnell schöne Textkarten herstellen kann. Ich nutze dazu Textfelder, da man darin schreiben kann – drum heißen sie ja so *grins* und sie lassen sich sehr schön formatieren. Man kann sie auch übereinander legen, sodass ein Feld den Hintergrund bildet und eines mit Schrift oder mit leicht transparenter Farbe vor diesem Hindergrund liegt.

Wenn eine Textkarte fertig formatiert ist, kann man sie kopieren und einfügen und braucht dann nur noch den Text ändern. Wenn man vorher einzelne Textfelder gruppiert hat, damit sie nicht hin und her rutschen und damit man sie als kompakte Gruppe kopieren und einfügen kann, dann „zickt“ der Schreibbereich manchmal herum. Wenn es nicht anders geht, muss man jede einzelne Gruppierung wieder aufheben, den Text ändern und dann wieder gruppieren. Meist geht es aber ordnungsgemäß und damit wirklich schnell.

Hier kommen einige Bilder, die zeigen, wie das Einfügen und Formatieren eines Textfeldes funktioniert:

Word 2010 (docx – Dateien)

Word 97 – 2003 (doc – Dateien)

Bild 1 – Textfeld einfügen

Bild 1 – Textfeld einfügen

Bild 2 – Fülleffekt und Formkontur

Bild 2 – Textfeld formatieren

Bild 3 – Strukturen

Bild 3 – Textfeld formatieren

Bild 4 – besonders breite Ränder

Bild 4 – Füllfarben und Ränder

Bild 5 – Formatierungsfenster

Bild 5 – Füllung mit Struktur

Word 2010 (docx – Dateien

Bild 6 – Textfeld-Beispiele

Ich hoffe, dass ich damit die wichtigsten Schritte erklärt habe. Den Rest findet man sicherlich allein heraus, wenn man mal ein wenig in den Menüs herumprobiert. Viel Spaß dabei!

textfeld_foto