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Anlautkiste

In meinem sogenannten Arbeitszimmer, das eigentlich eher ein Arbeitsmaterialien-Aufbewahrungszimmer ist, gibt es viele UVOs. Eines dieser lange geplanten aber bisher unvollendeten Objekte ist eine Anlautkiste. Ein kurzes Graben in verschiedenen Kästen und Schüben brachte zu fast jedem Buchstaben eine kleine Figur hervor. Außerdem fand ich selbstklebende Buchstaben aus glitzerndem Moosgummi, die ich gleich in die Fächer einer Sortierbox klebte.
Nun fehlt mir nur noch eine kleine Sonne. (Liebe Familie lest ihr das? Hat einer von euch Streudeko mit Sonnen?) Für Qu, X und Y werde ich kleine Bildkarten anfertigen, da es ziemlich schwierig sein wird, passende Miniaturen dafür aufzutreiben.

anlautkiste

Wie setzt ihr solche Kiste ein? Figuren aus den Fächern nehmen und wieder einsortieren, ist klar. Ich denke, dass ich zusätzlich Wortkärtchen anbiete, die den herausgenommenen Figuren zugeordnet werden können. Was geht noch?

 Update:

Vielen Dank an Katharina für die Ideen.

Vielen Dank auch an alle, die Vorschläge für die fehlenden Miniaturen gemacht haben.

Das S hat jetzt eine Seerobbe; das Qu ein Quadrat – ich habe aber auch supersüße gehäkelte Miniquallen im Internet gefunden … und auch welche aus Kunststoff (5 Stück für ca. 6€ inklusive Versand).

Fürs X klebe ich in den nächsten Tagen aus Hölzchen ein Xylophon und evtl. finde ich jemanden, der mit der Säge gut umgehen kann und mir ein Yak aus Holz ausschneidet.

Wortbildung II

Da nachgefragt wurde:

Ich habe letztendlich indidis Anregung aufgegriffen und ohne großes Brimborium die Vorsilben links und die Nachsilben rechts an der Filzkante untereinander angeordnet. Für die Kinder war das schlüssig und sie haben prima damit arbeiten können.

Damit die Kinder selbständig ordnen können, habe ich die Vor- und Nachsilben in verschiedenen Farbtönen ausgedruckt.

wortstammbaum

Es funktioniert natürlich auch ohne Baum, wenn mehrere Kinder an diesem Thema arbeiten.

wortbausteine

 

Buchmesse Leipzig

Da ich in diesem Jahr nicht zur Didacta fahren kann, habe ich mir als kleinen Trost die Buchmesse in Leipzig ausgesucht. In Halle 2 präsentierte sich ein Teil der Schulbuchverlage. Dort habe ich mir unter anderem das Mathematikbuch angesehen, das vorgestern als Schulbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet worden ist. Sehr interessant fand ich auch eine Mathekartei, die ich fast gekauft hätte, von der ich jetzt erst im Nachhinein lese, dass sie im Bereich Zusatzmaterialien den Schulbuchpreis erhielt.

Beim ausgezeichneten Mathebuch für Klasse 1 gefiel es mir nicht, dass es sich um zwei sogenannte Arbeitshefte in Buchstärke handelt. Der Preis für diese Verbrauchsmaterialien übersteigt den zu zahlenden Elternanteil in Brandenburg. Somit ist dieses Werk nur nutzbar, wenn alle Eltern mit dem höheren Betrag einverstanden sind. … und dann haben wir uns noch keine Gedanken über ein Deutscharbeitsheft gemacht. 🙁

Die Bücher und zugehörigen Arbeitshefte für Klasse 2 bis 4 gefallen mir besser, weil das Buch als Leihexemplar von der Schule ausgegeben werden kann und somit nur ein normales Arbeitsheft vom Elternanteil bezahlt werden muss.
Falls ihr gerade mit eurem Mathelehrwerk unzufrieden seid, lohnt es sich „eins, zwei, drei“ anzusehen. Wer ein Freund von Differenzierungsblöcken ist, findet einen solchen als Zusatzmaterial. Wer lieber mit Karteikarten arbeitet, findet leider keine (nur als Lehrerhandreichung). Die üblichen Kopiervorlagen gibt es auch noch.

Damit ich nicht den ganzen Tag durch die Hallen laufe, habe ich noch an der Vorstellung des neuen Bücherwurm-Materials teilgenommen. Obwohl ich nicht mit einer Fibel arbeite, informiere ich mich doch immer wieder mal, welchen „Stein des Weisen“ die Verlage für den Lese- und Schreiblernprozess entwickeln. Mir scheint, dass die Tendenz jetzt flächendeckend dahingeht, das silbenbasierte Lesenlernen und die Arbeit mit einer Anlauttafel zu kombinieren. Das muss ich sinnvoll finden, schließlich mach ich das auch so 😉
Die Notwendigkeit eines Fibel-Buches erschließt sich mir aber nicht mehr – auch nicht, wenn es mit einem tollen Plüschbücherwurm oder einer Katzenhandpuppe oder mit anderem Getier daherkommt.
Das neue Schreibschriftheft zum Bücherwurm erinnert mich übrigens stark an das Selbstlernheft vom Jandorf-Verlag. Das zuletzt genannte Heft ist aber umfangreicher und enthält mehr Übungen in denen auch gelesen werden muss.

Besonders angepriesen wurde das eigentliche Arbeitsheft zum Bücherwurm, das es einmal in Druckschrift gibt und zusätzlich als Version von-der Druckschrift-zur-Schreibschrift. Ich finde das problematisch, weil nicht jedes Kind nach einem halben Schuljahr in der Lage ist, hinreichend zu lesen und Druckschrift zu schreiben und so mit einer verbundenen Schrift überfordert wird.

Deshalb bevorzuge ich Materialien mit Minimalforderung für alle Kinder und gebe denen, die mehr können andere Materialien. Im vergangenen Schuljahr haben 3 Kinder innerhalb von 4 Wochen die Schreibschrift völlig ohne vorgedrucktes Heft gelernt. Solche Kinder brauchen das „Mischheft“ also nicht. Zusätzlich habe ich drei Kinder, die nach 1 1/2 Schuljahren kaum in der Lage sind, die Buchstaben zu verbinden. Diese Kinder hätten mit dem von-der-Druckschrift-zur-Schreibschrift-Heft nach dem ersten Schulhalbjahr nicht mehr weiterarbeiten können.

In der Bücherwurm-Materialübersicht für Brandenburg fehlt dieses Heft, vermutlich weil es nicht zu unserem Rahmenlehrplan passt, der vorschreibt: „Druckschrift und Schreibschrift werden nacheinander eingeführt. … Die Schreibschrift wird erst eingeführt, wenn die Schülerinnen und Schüler die meisten Buchstaben kennen, die Druckschrift sicher lesen können und ihre feinmotorischen Fertigkeiten entsprechend weit entwickelt sind.“

Was mir sehr gefallen hat, ist die Arbeitsmappe zum Lehrwerk. Darin sind viele Materialien für die Hand des Schülers enthalten, die ich in ähnlicher Form in meinen Freiarbeitsmaterialien anbiete. Schön ist auch die Wörterkartei. Solche Materialien findet man beim Zaubereinmaleins und in anderen Materialblogs zum Download. Für Fans von zusammenhängenden Lehrwerken ist diese Arbeitsmappe aber ein großartiges Material.

Viele Grüße an Ines, mit der ich nach der Veranstaltung ins Gespräch gekommen bin. 🙂

Heute war Elmartag

Aus verschiedenen Grünen fand ich es absolut notwendig, heute einen Elmartag zu machen. So las ich in 2 Klassen insgesamt 4mal das Buch vor und ließ die Kinder am Whiteboard gemeinsam die Antolin-Fragen lösen. Morgen gehen wir dann in den Computerraum und dort darf dann jeder allein sein Glück versuchen.
Außerdem gab es ein Elmar-Lesespiel und ein elmar-elefantastisches Wortartenspiel. Beide waren sehr begehrt. Das Lesespiel lud dann auch noch zum Malen und Schreiben ein.

Wortsymbole

Die Materialien, die ich bisher zu den Wortarten angefertigt habe, werden gut genutzt. So darf ich also weiter basteln. 🙂

Da beschränke ich mich aber erst einmal auf Substantiv, Artikel, Adjektiv und Verb. Das sind die Wortarten von denen erwartet wird, dass wir sie den Kindern in Klasse 1 und 2 „ansatzweise“ nahebringen. Allerdings habe ich auch große Lust die Präpositionen und vielleicht später die Pronomen mit ins Spiel zu bringen. Mal sehen …

Dieses Material besteht aus 15 einfachen Sätzen plus Wortsymbolen und dient zur Bestimmung der Wortarten Substantiv, Artikel und Verb. Die Kontrolle ist auf der Rückseite.

Dieses Material besteht aus Wortgruppen mit Lücken, in die jeweils ein passendes Adjektiv eingefügt werden muss. (logisches Adjektivspiel) Am Schluss können Wortsymbole über die Wortgruppen gelegt werden. Die rückseitige Kontrolle zeigt das passende Adjektiv. Die Wortsymbole liegen bei jedem Textstreifen gleich. Das ist auch eine Art Kontrolle. 😉

Dieses Definitionsmaterial habe ich für 12 Wortarten angefertigt
1.Karten-Set: pro Wortart ein Bild mit 2 Bezeichnungen plus Textkarte mit Beschreibung der Funktion der  Wortart
2.Karten-Set: Bilder und  Bezeichnungen auf getrennten Karten, die Texte haben eine Lücke, dazu gibt es kleine Kärtchen mit den Lückenwörtern; zusätzlich gibt es Karten mit Beispielwörter für jede Wortart.
Dazu gibt es ein Lösungsbüchlein, in dem jede Wortart auf einer Seite mit Bild, Bezeichnungen, Funktion und Beispielwörtern dargestellt ist.

In die Klasse habe ich zuerst einmal nur die Karten für die oben abgebildeten Wortarten mitgenommen.

Im Land der Wortarten

Heute las ich „Das Märchen vom Land der Wortarten“ vor und unterstützte dies mit selbstgebastelten Figuren. Ursprünglich liebäugelte ich mit Figuren, die ich in einem Blog gesehen hatte und die denen ähnelten, die im Montessorikurs gezeigt wurden. Letztendlich nahm ich vorhandene Materialien und stellte damit eine eigene Version her, die heute bei den Kindern gut ankam. Am liebsten hätten die Kleinen diese Figürchen nachgebastelt.

Nach dem Vorlesen gab es noch ein Arbeitsblatt mit einem einfachen Text. Die Ersties durften darauf Prinz bzw. Prinzessin Substantiv und ihre Begleiter bestimmter oder unbestimmter Artikel kennzeichnen. Die Zweitklässler durften auch Verben und Adjektive eintragen – und einige Ersties wollten und durften dies auch tun.

Das Ganze wurde mit einer Version am interaktiven WhiteBoard begleitet. Das Schieben der Symbole machte Spaß und mit dem Tafelbild war für alle erst einmal ein Erfolg gesichert. (Wie gut sie das tatsächlich können, wird sich erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen.)  Am Schluss setzten wir die Wortarten-Figuren auf ein Fensterbrett. Von dort aus beobachten sie uns nun.

Und heute Abend saß ich dann mit PC, Drucker, Laminator und Schere und bastelte noch ein paar Legematerialien zu den Wortarten Substantiv, Artikel und Verb. Mal sehen, wie sie morgen genutzt werden.

Wer sich auskennt, wird die kleine grüne Präposition vermissen. So ging es mir heute beim Vorlesen auch. Sie war nicht in der Transportschachtel, sondern langweilte sich neben der Heißklebepistole in der Küche. Für die Kinder gab es also nur ein schnell gemaltes Bildchen – morgen wird dann das kleine Figürchen zu den anderen auf´s Fensterbrett gesetzt.

Der Text wurde nicht für diese Übung erfunden, sondern diente bisher mehrere Male als Übungstext zum K, k. Da dies auch unser neuer Trainingsbuchstabe sein wird, habe ich den Text heute genutzt, obwohl die enthaltenen Verben ungünstig sind. Für das nächste Mal werde ich mir eine andere Geschichte aussuchen.

Tage wie diesen …

… braucht man viel öfter.

Heute erwischte ich mich dabei, wie ich nach der 4. Stunde förmlich zu meiner Aufsicht tänzelte, mit einem glückseeligen Lächeln im Gesicht. Die vorgehenden Stunden waren einfach so schön.

Im Gemeinsamen Unterricht arbeiteten die Kinder an ihren Etappenplänen. Einige Zweitklässler lasen auch in Büchern. Es gab wenige Fragen und wenig Gewusel.; viel konzentriertes Arbeiten und positive Energie. David gammelt träumt in diesen Stunden gern herum. Heute hatte ich im letzten Viertel Zeit mit ihm ein wenig zu reden, weshalb er denn seine Arbeitszeit nicht gut nutzt. Da er meinte, die Matheaufgaben wären ihm zu langweilig, bot ich ihm an den Test zu seiner aktuellen Lernetappe zu schreiben und ihm den neuen Etappenplan zu geben, obwohl er kaum Übungen erledigt hatte. Den größten Teil des Tests erledigte er in 10 Minuten – ca. 45 Aufgaben mit nur einem Fehler. Den kleinen Rest kann er dann morgen erledigen und sich dann mit dem neuen Plan vergnügen. Hoffentlich passen diese Aufgaben zu seinen Fähigkeiten.

Paul schnappte sich heute vergnügt und tatendurstig sein Froschheft und begann sich mit Hilfe der Anlauttabelle durch die ersten zwei Seiten zu arbeiten. Er hatte gar keine Zeit ununterbrochen zu quasseln, wie er es sonst meist tut. Das war sehr wohltuend – noch schöner war aber zu sehen, wie sehr er bei der Sache war und wie stolz und zufrieden ihn das machte.
Das wirkte auf ein paar andere Ersties ziemlich ansteckend. So nahm sich Rudi, der schon richtig gut lesen kann, mal wieder sein Heft und bearbeitete ein paar Seiten und ein Mäuschen, das noch nicht ganz so weit ist, griff sich wildentschlossen ihr Heft und versuchte es auch. Hoffentlich hat sie morgen noch genauso viel Energie und ich Zeit, dieses Kind ein wenig dabei zu unterstützen.

In den beiden Teilungsstunden zeigte ich meinen Ersti-Gruppen jeweils, wie das Streifenbrett der Addition funktioniert und was man damit so alles tun kann. Nach der gemeinsamen Runde, Aufgaben zu legen und zu lösen, Muster zu finden usw., durften sich zwei Kinder mit dem Brett beschäftigen und die anderen sollten sich mit ihren Matheplänen oder anderen mathematischen Materialien beschäftigen. Die Kinder waren so eifrig bei der Sache, sie schafften so viel und probierten vereinzelt auch bisher unbeachtete Materialien aus. Ich wurde kaum gebraucht. Das ist doch toll – oder!?

Der ist der beste Lehrer, der sich nach und nach überflüssig macht.
(George Orwell (1903-50), engl. Schriftsteller)


Sammelt euren Krimskrams ein

und nutzt ihn zur Lauterkennung!

Manche haben ja einen Buchstabenschrank oder einen Buchstabenkoffer. (Da kann ich nur neidisch kucken!)  Bei mir reicht es nur für ein Säckchen mit Krimskrams, den meine Töchter oder ich selbst aussortiert haben, und den ich nun für eine – öhm – „Schatzkiste“ nutze. So haben meine Ersties die Holzschatulle genannt, als ich sie das erste Mal mit in die Klasse brachte.

Aus meinem Säckchen suche ich alle Dinge raus, deren Namen ein i enthält, wenn wir das i thematisieren, oder ein o enthalten, wenn das o gerade unser Thema ist. Dazu nehme ich noch ein paar Dinge, die den gesuchten Laut nicht enthalten. Die Gegenstände werden in die Teppichmitte gelegt. Nachdem wir besprochen haben, welcher Laut gesucht wird, wie er sich anhört, wie sich unsere Lippen oder die Zunge dabei bewegen, … dürfen die Kinder die Gegenstände sortieren. Ist der gesuchte Laut zu hören, kommt das Ding in die Schatzkiste. Ist der Laut nicht enthalten, kommt der Gegenstand wieder auf den Teppich.

Wenn alle Gegenstände mit dem gesuchten Laut gefunden sind, schließen wir eine Übung zum Schreiben des Buchstaben an. Zum Schluss nehme ich den Kram noch einmal aus der Kiste, die Kinder nennen noch einmal die Namen und wir schwingen die Silben der Wörter.

Die Übung ist nicht nur gut zum Erkennen der Laute; für manche Kinder ist sie auch wichtig zur Erweiterung des Wortschatzes. UND sie macht Spaß!

Es kann wieder losgehen …

Seit Mittwoch geh ich wieder regelmäßig zur Schule – zur langsamen Eingewöhnung sind aber nur Kollegen und Handwerker dort gewesen. Die Schülerlein kommen erst am Montag. Öhm, das stimmt auch nicht ganz. Morgen ist Eingewöhnungsphase 2 – die Einschulung – 1 Stunde Kontakt zwischen Schülern und Lehrern.
Ich bin jedenfalls vorbereitet. Ich habe meine Lesedosen und sonstiges Zeug in die Schule geschleppt, Absprachen für die ersten Tage mit meinen Teamlehrern und der Sonderpädagogin getroffen und mit ihnen die Klassenräume in den Schuljahresanfangsmodus gebracht.

Zum Ende des vergangenen Schuljahres habe ich mich mit dem Thema Lernbausteine/Lernetappen auseinandergesetzt und mich mit einer Kollegin ausgetauscht, die das schon praktiziert. (Ich hab nämlich nicht nur Lesedosen gebastelt und in fremden Schulen rumgehangen um zu hospitieren.) Die ersten 2 Etappen für Mathe und Deutsch sind jeweils fertig. So konnte ich sie meinen Teampartnerinnen zeigen.
Sie stehen diesen Arbeitsplänen sehr positiv gegenüber, sehen die gleichen Vorteile wie ich, im Vergleich zu unseren bisherigen Wochenplänen und wollen sich gleich daransetzen, Lernetappen für die Zweitklässler zu erarbeiten.

Zur Unterstützung für meine Zwerge habe ich mir den Lernweg aus dem Zaubereinmaleins ausgedruckt und passende Bildchen zu den Etappen- und den Zusatzaufgaben dazu gesucht. Ich denke, das ist eine gute Orientierungshilfe für die Kinder. Ich freu mich schon auf die Kleinen.

Tierische Lesedosen

Aus meinem Tiersammelsurium, das schon eine Weile im Arbeitszimmer nutzlos herumsteht, habe ich mir Tiere der Regenwälder und Tiere der Savanne herausgesucht. Die neuen Lesedosen sind für Kinder auf verschiedenen Lesestufen gedacht. Bei den Savannentieren brauchen nur die Namen der Tiere erlesen werden. Wer möchte, kann noch eine zusammenfassende Textkarte lesen und evtl. abschreiben.
Wer sich mit den Tieren des Regenwaldes beschäftigen möchte, muss nicht nur die Namen lesen, sondern auch Textkarten mit Informationen zu jedem Tier. Die zugehörige Auftragskarte regt auch dazu an, sich die Informationen zu einem oder mehreren Tieren aufzuschreiben. Da ich weitere Dosen geplant habe, ist es vorstellbar, dass sich einige Kinder ein Heft mit Tieren gestalten, die für sie besonders interessant sind.
Als nächstes gibt es eine Dose mit Tierbabys – sie sitzen schon bereit und glubschen mich erwartungsvoll an 🙂

Lesedosen

Als ich die letzten Male auf einem Trödelmarkt war, kam mir die Idee Lesedosen mit Fahrzeugen zusammenzustellen. Ursprünglich sollten es 2 Dosen werden – nun sind es drei, da ich noch ein paar Autos geschenkt bekommen habe. Außerdem hatte ich vor einiger Zeit mal ein Set mit Meerestieren gekauft. Diese sind nun auch mit Lesekarten eingedost. Nun warten noch Ritter, Dschungeltiere, Raubkatzen, Tierbabys und anderes Sammelsurium darauf, zu Lernmaterial verarbeitet zu werden.

Konstantin in der Schule

Seit kurzem ist der Konstantin mit seiner Freundin und einem Koffer voller Materialien in meinen Lerngruppen zu Hause. Die Kinder haben die beiden Drachen und mich gleich mit Fragen überfallen: Sind die beiden verliebt? Wo wohnt Konstantin denn? Kann ich die haben? Wo gibt´s die zu kaufen? Was kosten die Drachen? Darf ich den (Lesekreis) machen? Darf ich die Karte mit dem Mond nehmen? …. Das gab ganz schön viel Unruhe. Nachdem die meisten Fragen geklärt waren und alle Kinder eine Konstantin-Karte zum Arbeiten hatten, kehrte auch wieder Ruhe ein und die Kinder arbeiteten emsig.

konstantin konstantin
konstantin konstantin

hören und verstehen

Mit meinen Zweitklässlern habe ich heute eine Übung zum Erkennen von Wortarten gemacht.

Wir haben Kärtchen geordnet, die uns daran erinnern, was wir über die Wortarten Substantiv, Verb, Adjektiv, wissen. – Das ging zufriedenstellend.

Danach sollten Wörter aus dem Gedicht „Die drei Spatzen“ den drei Wortarten-Tischen zugeordnet werden. Dazu habe ich alle Substantive, Verben und Adjektive des Gedichtes in schön großer Schrift ausgedruckt, laminiert und in Kärtchen zerschnitten. Einige Wörter, die nicht zu diesen drei Wortarten gehören, habe ich drunter gemischt.

Was tun meine Kleinen? Sie schnappen sich die Wörter und versuchen die Strophen zusammen zu setzen. – Auch keine schlechte Idee, aber dafür waren denn doch nicht alle Wörter vorhanden und mein Auftrag war auch gaaaaanz anders.

Erschreckend war die Ignoranz, als ich mich einmischte und sagt, das wäre nicht richtig, was sie tun.

Nun rede ich mir gerade ein, dass es gaaaanz toll ist, weil die Kinder selbst denken … und eine hübsche Idee für die Arbeit am nächsten Gedicht habe ich auch.

aus dem Leben nach der Schule: Die Taube kommt öfter mal vorbei und frisst sich durch.

Tag der offenen Tür

Heute war an meiner Schule ein Tag der offenen Tür. Das heißt, dass unser Unterricht bei offenen Türen stattfand und Eltern überall hereinsehen und -kommen durften. Da wir das nicht riesengroß beworben, sondern nur auf dem allmonatlichen Infozettel und an den Eingangstüren mitgeteilt hatten, war der Ansturm eher mäßig. Möglicherweise ist das Angebot auch nicht das, was die Eltern interessiert.

Nunja, in der ersten Stunde kam eine Mutti mit zukünftigem Erstklässler und lugte nur vorsichtig in den Raum. Dann gingen sie wieder. In der zweiten Stunde kam ein  Papa mit zukünftigem Ersti – und sie trauten sich dann auch, in die Klasse hinein.

🙂
In der Etage unter mir waren wohl ein klein wenig mehr Besucher. Wahrscheinlich haben sie die letzten Stufen nicht mehr geschafft.
😉
Damit die Stunde nicht nur offen im Bereich der Tür, sondern auch offen für Besucher war, habe ich einen kleinen Stationsbetrieb angeboten, den ich dann in einer weiteren Stunde in meinen beiden FLEX-Klassen fortsetzen werde. Die Stationen wurden gut angenommen. An den Klassen-PCs gab es zwei verschiedene Aufgaben zu erledigen. Eine Station war mit LÜK-Kästen und Übungen zu verschiedenen Lauten bestückt. Ein weiteres Angebot war ein Falt-Mini-Büchlein mit Bildern zum ABC, denen die Wörter zugeordnet werden mussten. Station 5 bot eine Sammlung von Arbeitsblättern zum gesamten Alphabet an, sodass jeder das Blatt mit seinem Lieblingsbuchstaben bearbeiten konnte. Auf dem letzten Stationstisch befand sich meine Sammlung an Stempeln, schön sortiert in Dosen mit Anlaut drauf und zwei Kästen mit Buchstabenstempeln. Dort sollte jeder seinen Namen mit Buchstaben und mit Anlautbildern stempeln. Ich denke, wenn alle fertig sind, werde ich die Arbeiten laminieren und als Lesespiel in die Freiarbeitsecke legen.

An diese letzte Station hat sich auch der kleine Besucher mit seinem Papa gesetzt. Er hat seinen Namen gestempelt und dann noch das komplette Alphabet. Zum Schluss fragte er, ob ich ihm ein Bienchen auf seine Arbeit gebe. Mit dem Bienchenstempel konnte ich leider nicht dienen. Mit meinem Super-Dino war er hoffentlich auch zufrieden. Schade ist, dass der kleine Kerl in eine andere Klasse kommt. Diesen süßen Knirps könnte ich mir gut im nächsten Schuljahr zwischen  meinen Flexis vorstellen.