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Anlautkiste

In meinem sogenannten Arbeitszimmer, das eigentlich eher ein Arbeitsmaterialien-Aufbewahrungszimmer ist, gibt es viele UVOs. Eines dieser lange geplanten aber bisher unvollendeten Objekte ist eine Anlautkiste. Ein kurzes Graben in verschiedenen Kästen und Schüben brachte zu fast jedem Buchstaben eine kleine Figur hervor. Außerdem fand ich selbstklebende Buchstaben aus glitzerndem Moosgummi, die ich gleich in die Fächer einer Sortierbox klebte.
Nun fehlt mir nur noch eine kleine Sonne. (Liebe Familie lest ihr das? Hat einer von euch Streudeko mit Sonnen?) Für Qu, X und Y werde ich kleine Bildkarten anfertigen, da es ziemlich schwierig sein wird, passende Miniaturen dafür aufzutreiben.

anlautkiste

Wie setzt ihr solche Kiste ein? Figuren aus den Fächern nehmen und wieder einsortieren, ist klar. Ich denke, dass ich zusätzlich Wortkärtchen anbiete, die den herausgenommenen Figuren zugeordnet werden können. Was geht noch?

 Update:

Vielen Dank an Katharina für die Ideen.

Vielen Dank auch an alle, die Vorschläge für die fehlenden Miniaturen gemacht haben.

Das S hat jetzt eine Seerobbe; das Qu ein Quadrat – ich habe aber auch supersüße gehäkelte Miniquallen im Internet gefunden … und auch welche aus Kunststoff (5 Stück für ca. 6€ inklusive Versand).

Fürs X klebe ich in den nächsten Tagen aus Hölzchen ein Xylophon und evtl. finde ich jemanden, der mit der Säge gut umgehen kann und mir ein Yak aus Holz ausschneidet.

Wortbildung II

Da nachgefragt wurde:

Ich habe letztendlich indidis Anregung aufgegriffen und ohne großes Brimborium die Vorsilben links und die Nachsilben rechts an der Filzkante untereinander angeordnet. Für die Kinder war das schlüssig und sie haben prima damit arbeiten können.

Damit die Kinder selbständig ordnen können, habe ich die Vor- und Nachsilben in verschiedenen Farbtönen ausgedruckt.

wortstammbaum

Es funktioniert natürlich auch ohne Baum, wenn mehrere Kinder an diesem Thema arbeiten.

wortbausteine

 

Ei – eye

Heute kam ein spannendes Teil für meine Klasse an: ein Easi-Scope2 Wireless. Ich würde es als „digitales Vergrößerungs-Auge“ bezeichnen.

Bevor ich es mit den Kindern nutze, muss ich mich natürlich erst einmal selbst damit vertraut machen. Mein erster Eindruck nach Installation und 15min Spielerei:

Die Technik lässt sich unter Windows 7 problemlos und schnell installieren. Das Ei selbst lässt sich gut handhaben und vergrößert in einem Maß, das ich für die Altersstufe angemessen finde.

Es wird leider nur ein englischsprachiges Heftchen mitgeliefert. Man kann sich aber die deutsche Handreichung als PDF-Datei im I-net suchen.

Das Speichern der Bilder ist für mich einfach, für Kinder Klasse 1 und 2 wird es wohl nicht zu bewältigen sein. Wenig hilfreich ist dabei, dass das Menü nur englisch ist. Für Erstleser ist das nicht so der Bringer.

Ich habe auch noch nicht herausgefunden, ob man jpeg als Speicherstandard einstellen kann. Im Augenblick bietet das Programm als Standard bmp an und „merkt“ sich auch nicht, dass ich lieber jpg hätte. Den Speicherort braucht man nur einmal eingeben, sodass jedes folgende Bild an diesem Ort abgelegt wird.

Ich bin gespannt, wie das Ding dem Härtetest der Kinder standhält.

easi_scope

Schnappi lebt!

Meine Ersties beschäftigen sich gerade mit dem Vergleich von Mengen und Zahlen. Dafür nutze ich seit Jahren einen Schnappfisch, den ich speziell dafür gezeichnet habe.

In diesem Jahr habe ich erstmalig das Zaubermini „Das Krokodil frisst viel“ für meine Schülerlein vorbereitet und den Schnappfisch beurlaubt. Als Vertretung für ihn habe ich den Kopf eines Krokodils gezeichnet, das das Vergleichszeichen zwischen den Zähnen hält.

schnappi_02
Beim Basteln fing es dann plötzlich an einem Tisch an:
„Schni Schna Schnappi, Schnappi Schnappi schnapp! …“

Nachdem ich gefühlte 50mal den Refrain gehört hatte, bat ich die Kinder damit aufzuhören oder auch eine Strophe zu singen. Da zwei meiner Zwerge es tatsächlich schafften, die erste Strophe aus ihrem Gedächtnis zu kramen, durften alle Kinder diese Strophe dreimal singen. Nun reichts mir erst mal. Ich vermute aber, das wir das morgen wieder singen müssen wollen.
(Den Text habe ich mir vorsorglich ausgedruckt.) 😉

schnappi_03

noch mehr Bewegung in Mathe

Valessa Scheufler fand einen Hunderterteppich für kleines Geld. Als ich das in ihrem Blog las, wusste ich „So etwas kaufe ich auch!“

Im örtlichen Fachhandel für Bodenbeläge fand ich zwei Angebote mit Fliesenmuster. Die Fliesen des Schachbrettes maßen etwa 10 bis 12 cm. Ein weniger schicker brauner Belag hatte aber Fliesen, die 14x14cm groß waren. Wegen der Größe entschied ich mich für die braune Version des Hunderterfeldes.

Zum Glück habe ich mir vor 2 Jahren einen A3-Drucker gekauft. 14×14-Zahlenkarten kann man nämlich nur sehr verschwenderisch mit A4-Papier herstellen. Nachdem ich also fleißig laminiert und geschnitten hatte, schleppte ich alles in die Schule und sorgte damit für eine sehr aktive Mathestunde bei meinen Zweitklässlern.

Nun steht der Teppich zusammengerollt in einer Regalecke. Die Zahlenkarten sind mit ein paar Auftragskarten in einem Schuhkarton untergebracht. Seit ich das Hunderterfeld eingeführt habe, nehmen sich immer mal 2 Kinder den Teppich und den Schuhkarton auf den Flur und arbeiten damit.

Kinder, die sich mit dem Hunderterfeld schon gut auskennen, nutzen auch Auftragskarten mit denen man Bilder legen kann. So liegt dann am Ende der Übung eine Blume oder ein Elefant aus Zahlen auf dem Teppich.

hunderterfeld

Bewegung in der Mathematik

Um den Kindern der 3. Klasse eine Vorstellung von der Zahlenordnung bis 1000 zu geben, habe ich den Zahlenstrahl von Kerstin Eidenberger aus der Krabbelwiese 10mal auf A3 ausgedruckt, geschnippelt, geklebt und Zahlenpfeile gebastelt.

Heute lud ich ein paar Kinder dazu ein, den Zahlenstrahl auszulegen. Das Hin- und Herlaufen, um die Zahlenpfeile zuzuordnen, machte den Kindern sichtlich Spaß. Als alle Pfeile lagen (es waren übrigens deutlich weniger als 1000) bestimmten wir für einige Zahlen den Vorgänger und den Nachfolger und suchten die Nachbarzehner und Nachbarhunderter.

Das Material liegt nun für Partner- oder Kleinstgruppenarbeit im Regal. Ich bin überzeugt, dass sich die Bastelarbeit gelohnt hat, weil der über 10m lange Zahlenstrahl einen beeindruckenden Überblick über den Zahlenraum verschafft.

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Nach dem Schuljahr ist vor dem Schuljahr

Ich gestehe: Ich habe Ferien. 😀

Eigentlich wollte ich in den ersten Ferientagen die Etappenpläne der 1. und 2. Klasse überarbeiten, mein Arbeitszimmer aufräumen und mich auf die Montessoriprüfung vorbereiten.  Ei-gent-lich ….

Da ich am Mittwoch erfuhr, dass ich im kommenden Schuljahr Mathe in der 3. Klasse unterrrichten werde, beschäftige ich mich seitdem mit der Suche und dem Herstellen geeigneter Materialien dafür. Da ich zufällige Fundstücke auch dann speichere, wenn ich sie gerade nicht brauche, weil sie mich durch Inhalt und Gestaltung ansprechen, habe ich schon einige schöne Dateien für die 3. Klasse auf meinem PC. So konnte ich schon ein paar Klammerkarten, Karteien und Wendekarten zum Zahlenraum 1000 ausdrucken, laminieren und schneiden.

Da ich im gerade erst vergangenen Schuljahr die Arbeit mit Lernetappen probiert und für sehr gut befunden habe, möchte ich in der 3. Klasse ebenfalls so arbeiten. Nun sondiere ich also die Vorgaben des Rahmenlehrplanes, sichte das Mathebuch nebst Arbeitsheft, die fertig gebastelten Materialien und die Sammlung meiner Festplatte und neue Internet-Such-Ergebnisse und überlege wie ich das Ganze in übersichtliche Pläne verteile; grüble, wie ich dazu einen Lernwegsüberblick fürs Portfolio und ein mathematisches Lerntagebuch entwickle und hoffe, dass ich die Freiheit und Offenheit, die wir in der Jahrgangsmischung 1/2 haben, auch in der 3. Klasse beibehalten kann darf. Es gibt leider nicht wenige Menschen im Dunstkreis meiner Schule, die meinen, dass wir nur spielen und richtiger Unterricht in Zweierbänken und gleichschrittig ablaufen sollte. 8-/

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Heute war Elmartag

Aus verschiedenen Grünen fand ich es absolut notwendig, heute einen Elmartag zu machen. So las ich in 2 Klassen insgesamt 4mal das Buch vor und ließ die Kinder am Whiteboard gemeinsam die Antolin-Fragen lösen. Morgen gehen wir dann in den Computerraum und dort darf dann jeder allein sein Glück versuchen.
Außerdem gab es ein Elmar-Lesespiel und ein elmar-elefantastisches Wortartenspiel. Beide waren sehr begehrt. Das Lesespiel lud dann auch noch zum Malen und Schreiben ein.

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Wortsymbole

Die Materialien, die ich bisher zu den Wortarten angefertigt habe, werden gut genutzt. So darf ich also weiter basteln. 🙂

Da beschränke ich mich aber erst einmal auf Substantiv, Artikel, Adjektiv und Verb. Das sind die Wortarten von denen erwartet wird, dass wir sie den Kindern in Klasse 1 und 2 „ansatzweise“ nahebringen. Allerdings habe ich auch große Lust die Präpositionen und vielleicht später die Pronomen mit ins Spiel zu bringen. Mal sehen …

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Dieses Material besteht aus 15 einfachen Sätzen plus Wortsymbolen und dient zur Bestimmung der Wortarten Substantiv, Artikel und Verb. Die Kontrolle ist auf der Rückseite.

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Dieses Material besteht aus Wortgruppen mit Lücken, in die jeweils ein passendes Adjektiv eingefügt werden muss. (logisches Adjektivspiel) Am Schluss können Wortsymbole über die Wortgruppen gelegt werden. Die rückseitige Kontrolle zeigt das passende Adjektiv. Die Wortsymbole liegen bei jedem Textstreifen gleich. Das ist auch eine Art Kontrolle. 😉

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Dieses Definitionsmaterial habe ich für 12 Wortarten angefertigt
1.Karten-Set: pro Wortart ein Bild mit 2 Bezeichnungen plus Textkarte mit Beschreibung der Funktion der  Wortart
2.Karten-Set: Bilder und  Bezeichnungen auf getrennten Karten, die Texte haben eine Lücke, dazu gibt es kleine Kärtchen mit den Lückenwörtern; zusätzlich gibt es Karten mit Beispielwörter für jede Wortart.
Dazu gibt es ein Lösungsbüchlein, in dem jede Wortart auf einer Seite mit Bild, Bezeichnungen, Funktion und Beispielwörtern dargestellt ist.

In die Klasse habe ich zuerst einmal nur die Karten für die oben abgebildeten Wortarten mitgenommen.

Didacta-Rückblick

Vor 3 Jahren schrieb ich „Köln besucht man zwei Mal …“ – Das hat sich inzwischen bewahrheitet. Ich war nun das zweite Mal zur Didacta in Köln und im Herbst war ich zur Hospitation dort.

Von der Stadt habe ich zum Glück im Herbst viel gesehen, denn während der Messe nahm ich mir nicht die Zeit dafür. Am 4teachers-Stand gab es einfach zu viele schöne und anregende Gespräche mit den anderen Redaktionsmitgliedern und mit den vielen Besuchern.

Da unser Stand gut besetzt war, konnte ich immer wieder durch die Hallen schlendern und auch an einer interessanten Veranstaltung zum Thema „Individualisierung im Fachunterricht“ teilnehmen. Bei ALS habe ich ein Kalenderblatt ausgemalt und bei Staedler konnte ich FIMOair light ausprobieren. Natürlich habe ich an verschiedenen Messeständen auch schönen Schul-Quatsch gekauft. Mein Vorsatz, nichts oder nur gaaaanz wenig zu kaufen, hielt nicht lange. – Es gab ja Messepreise!

So schleppte ich also am Sonntag das goki-Segment-Puzzle, das ich vor 3 Jahren schon ausgiebig beäugte, mit nach Hause, zwei Stöpselkästen, zwei magnetische Ei-Tangram, 12 goldene Buntstifte und ein Set mit Jahreszeitenstempel. Auf Flyer, Kataloge und kostenlose Zeitschriften habe ich weitgehend verzichtet. Das eine oder andere Papier hat die Tasche aber doch enthalten.

Am letzten Tag gab es noch eine Wiedersehen mit dem „Ameisenmann“ Jörg Beck, den ich 2010 auf der Didacta kennenlernte. Die interessanten Gespräche mit ihm und seinen Kollegen vom Bund Deutscher Philatelisten gaben mir viel Inspiration für den Einsatz von Briefmarken im Unterricht.

Schön war´s!

Und nun gibt´s einen Blick auf meine „Beute“:

ei_tangram

Diese magnetischen „Magischen Eier“ gab es im 4er-Set. Die Bilder aus dem mitgelieferten Vorlagenheft habe ich zu einer Kartei verbastelt. Auf der Rückseite gibt es das Bild mit Hilfslinien.

goki_segment_puzzle_

Zu diesem Segment-Puzzle gehören 20 Karten mit „Bauanleitungen“ in zwei Schwierigkeitsstufen auf der Vor- und Rückseite.

stoepsel_kasten

Die Würfel-im-Würfel ergänzen meine Würfelsammlung und kommen bei den Kindern gut an. Mit den Stöpselkästen liebäugelte ich schon lange und habe mir die Rechenkarten bis 20 und bis 100 dazu gekauft. Mal sehen, ob ich mir Ergänzungskarten dazu selbst herstellen kann.

kalender

Bei ALS gibt es jetzt Kalender zum Ausmalen. Wenn man die Bilder in drei Teile zerschneidet, entsteht ein Klappbuch mit Quatsch-Tiernamen und Quatschsätzen. So ist es nicht nur ein Kalender, sondern auch ein Lesematerial.

sachunterricht

Zur Waldfibel gab es noch zusätzliche Materialien, die ich meiner lieben Biologie-Kollegin mitgebracht habe. Den Experimentierkasten habe ich gewonnen. Er kam per Post zu mir nach Haus.
🙂

Das Leben, das Universum und der ganze Rest

Im Montessori-Diplomkurs wurden im Bereich der Kosmischen Erziehung super-spannende Materialien vorgestellt; unter anderem „Das schwarze Band der Erdzeitalter“.

Für die Entstehung der Erde und des Lebens habe ich mich schon vor langer Zeit interessiert und bin jetzt wieder „Feuer und Flamme“. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, die Materialien für das schwarze Band zu kaufen bzw. herzustellen und sie im nächsten Schuljahr mit meinen Zweitklässlern zu nutzen. Evtl. können die Kinder sich dazu ein Lapbook herstellen. Ich hab´ ja noch Zeit für die Vorbereitung.

Die Tiere für die Arbeit am schwarzen Band habe ich recht günstig gebraucht kaufen können (günstig im Vergleich zum Originalpreis *hust*). Nun gab es auch noch preisgünstige Riesen-Poster zum Thema. Ich habe mir zwei Poster gekauft und bin gerade dabei eines zu zerschneiden. Das wird ein hübsches Legematerial.

miniaturen

druck druck

Der Titel gehört übrigens zu einem Buch von Douglas Adams. Der sagt doch alles!

Jahreskreis

Als ich das aktuelle Thema mit den Kindern begann, nutzte ich zum ersten Mal die Jahreskette, die mir meine Töchter zu Ostern geschenkt haben. Zur Einführung arbeiteten wir auf dem Boden und konnten die Kette fast im Kreis auslegen.

Nun habe ich die Kette plus Zusatzelemente als Freiarbeitsmaterial auf einen Gruppentisch ausgelegt. Da klappt das zwar nicht mit der Kreisform, aber in Wellen gelegt, passt die Kette auf den Tisch und kann meine Kreisviertel aus Papier umrunden.

Immer zwei Kinder dürfen an diesem Tisch arbeiten. Sie können den Kreissegmenten ein paar Gegenstände und Wortkarten für Jahreszeiten, Monate und Feste zuordnen. Das sieht zwar nicht ganz so ordentlich aus, da der Platz nicht reicht – aber es macht den Kindern viel Spaß. Die Möglichkeit die Feste genau an die passende Datums-Perle zu legen, können wir aus Platzgründen ebenfalls nicht nutzen. Das Material hat noch viel Potential! Vielleicht klappts ja im nächsten Jahr mit einem Teppich und dem Platz dazu.

jahreskreis

Inspirationen

Bei der letzten Hospitation habe ich neben den klassischen Montessorimaterialien wieder viele andere spannende Sachen und Ergänzungsmaterialien gesehen.

Wenn man die typischen Hundertertafeln besitzt, kann man sich mit wenig Aufwand zusätzliche Auftragskarten herstellen, wie diese hier:

hunderterfeld

Interessant fand ich auch die Möglichkeit, Ergänzungsaufgaben mit einer Balkenwaage und Chips zu rechnen. Ich brauche jetzt also unbedingt eine Balkenwaage.

balkenwaage

Schön finde ich auch die Idee Kastanien in 10er-Reihen zu legen. Dabei kann die „Kraft der 5“ berücksichtigt werden.

kastanien_ordnen

Vorsicht! Ansteckungsgefahr!

Im Juni und Juli hatte ich sowas wie einen Lesedosenkoller. Meine geneigten Leser haben dies hier, hier und hier und da auch noch verfolgt. Anfang August habe ich diese Dosen also in meine beiden Flex-Klassen getragen und in die Regale einsortiert. Nach etwa 2 Wochen habe ich einzelne Dosen heraus genommen und den Kindern gezeigt, was da so drinnen ist und wie man damit arbeiten kann. Nach sofortiger Begeisterung gab es ein ebenso starkes Abflauen derselben. Hm … War´s das?

In einer Klasse war es das wirklich – bis jetzt jedenfalls. Da helfen nicht einmal die extra ausgestellten Dosen auf einem „Material der Woche“-Tisch. Mir scheint, dass die Kinder völlig zufrieden sind an ihren Etappenplänen zu arbeiten. Das ist ja auch nicht schlecht.

In der anderen Klasse ist jetzt vermutlich die Inkubationszeit vorbei. Mein Lesedosenkoller ist anscheinend auf die Kinder übergesprungen. Das ging erst schleichend. Tina hat sich irgendwann die Dose „Aus dem Meer“ genommen und durfte sie auf einem großen gelben Tusch auf dem Boden ordnen und hat dann auch ein paar Karten abgeschrieben.

Das fand Karla ganz spannend und sie wollte Tina unbedingt helfen. Weil Tina aber immer viel Ruhe bei ihrer Arbeit braucht, hat sich Karla selbst eine Dose ausgesucht. Sie hat auch ein großes  gelbes Tuch bekommen und sich eine andere Fußbodenecke eingerichtet.
Das Interesse an den Dosen breitete sich nun immer weiter aus. Heute sah es dann so aus, dass die Karten, Tiere, Fahrzeuge, …. auf Tischen und Tüchern im ganzen Raum ausgebreitet waren. Wer lesen kann, las und schrieb dann auch. Meine Ersties sortierten erst einmal Bilder und Figuren und manche kämpften sich schon mit einfachen Wörtern ab, obwohl wir das Lesen mit der Anlauttabelle kaum üben konnten, da ich eine Weile in der Schule gefehlt habe.

Es macht große Freude zu sehen, wie die Kinder die Arbeit bewältigen, wie sie sich an den geordneten Karten und Figuren erfreuen und dann auch noch Wörter und/oder Texte in ihre Hefte schreiben. Auch die Dinodosen sind wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

Und jetzt ist die Zeit reif für meine Obst-Gemüse-Sammlung.

obst_gemuese

Sammelt euren Krimskrams ein

und nutzt ihn zur Lauterkennung!

Manche haben ja einen Buchstabenschrank oder einen Buchstabenkoffer. (Da kann ich nur neidisch kucken!)  Bei mir reicht es nur für ein Säckchen mit Krimskrams, den meine Töchter oder ich selbst aussortiert haben, und den ich nun für eine – öhm – „Schatzkiste“ nutze. So haben meine Ersties die Holzschatulle genannt, als ich sie das erste Mal mit in die Klasse brachte.

Aus meinem Säckchen suche ich alle Dinge raus, deren Namen ein i enthält, wenn wir das i thematisieren, oder ein o enthalten, wenn das o gerade unser Thema ist. Dazu nehme ich noch ein paar Dinge, die den gesuchten Laut nicht enthalten. Die Gegenstände werden in die Teppichmitte gelegt. Nachdem wir besprochen haben, welcher Laut gesucht wird, wie er sich anhört, wie sich unsere Lippen oder die Zunge dabei bewegen, … dürfen die Kinder die Gegenstände sortieren. Ist der gesuchte Laut zu hören, kommt das Ding in die Schatzkiste. Ist der Laut nicht enthalten, kommt der Gegenstand wieder auf den Teppich.

Wenn alle Gegenstände mit dem gesuchten Laut gefunden sind, schließen wir eine Übung zum Schreiben des Buchstaben an. Zum Schluss nehme ich den Kram noch einmal aus der Kiste, die Kinder nennen noch einmal die Namen und wir schwingen die Silben der Wörter.

Die Übung ist nicht nur gut zum Erkennen der Laute; für manche Kinder ist sie auch wichtig zur Erweiterung des Wortschatzes. UND sie macht Spaß!

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