Lesen mit Hühnern

Heute war es soweit.

Ich packte meine Hühnchen in ein Körbchen und nahm sie mit in die Schule. Als ich sie in die Klasse brachte, war ich schnell umringt. „Was ist dort im Korb?“ „Das sind ja kleine Hühner!“ „Was machen wir damit?“ „Kriegen wir die?“ „Kriegt jeder eins?“ 12 Kinder – 20 Fragen ….

Ich zeigte ihnen die zugehörigen Eier mit den Beschreibungen und gab jedem eins. Schnell setzte sich jeder an seinen Platz. „Wer sein Huhn gefunden hat, darf es die ganze Stunde am Platz behalten“, sagte ich vorher noch. Das lockte! Nun waren nur noch die üblichen Lesegeräusche zu hören, bis der erste aufstand und zielsicher in den Korb griff.

Da dauerte es nicht lange und einer nach dem anderen kam sein Hühnchen zu holen. Es gab nur wenige Fehlgriffe, bei denen ich dann half, die schwierigen Wörter zu lesen und das richtige Huhn zu erkennen. Bevor wir an unsere weiteren Arbeiten gingen, wurden Paula, Hilde und das andere Federvieh ordentlich auf den Platz gelegt oder gegen die Federtasche gelehnt.

In den nächsten Tagen werde ich das Material in der Freiarbeitsecke deponieren und in einer weiteren Deutschstunde kommt das bunte Geflügel noch einmal mit einem Arbeitsblatt zum Einsatz.

2 Gedanken zu „Lesen mit Hühnern

  1. Aha – jetzt weiß ich wie das mit den Hühnern in der Schule funktioniert.
    (Leider hatte ich das nicht in meiner Schule – hab aber Glück gehabt – kann trotzdem lesen :))) )
    Wünsche Dir noch eine schöne Woche
    viele liebe Grüße
    Anke

  2. @Anke,

    da haben wir beide wirklich Glück, dass wir Lesen können.
    Man lernt es ja auch ohne Hühner, aber den Kindern macht es viel Spaß. :-D

    Heute haben viel meiner Ersties das erste Mal in ihren „Lies Mal“-Heften vom Jandorf-Verlag gelesen. Wenn ich sehe, wie ein großer Teil der Kinder sich durch die ersten Seiten gekämpft hat und wie viel Freude sie dabei hatten, dann freue ich mich mit ihnen.

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