Schlagwort-Archive: Basteln

Geldgeschenke

Die Deutsche Bundesbank verschenkt Geld – Rechengeld für Schüler. Ich habe mir einen Klassensatz der Hefte mit Geldmünzen und -scheinen bestellt, nachdem ich den Tipp von Kerstin Breuer in der Materialwiese gelesen hatte.

Die Geldsendung kam sehr schnell, sodass ich Zeit hatte mit dem Basteln von Geldbörsen herumzuprobieren. Ein Portemonnaie aus einem A4-Blatt ist zu klein für das viele Geld. Die A3-Version passt gut. So können meine Zwerge morgen Geldtaschen basteln; Münzen und Geldscheine zählen. In den nächsten Mathestunden wird fleißig damit gerechnet werden.

Strummi-Tierchen

In den letzten Wochen habe ich alles gespeichert, was mir zum Thema Kombinatorik  ins Blickfeld geriet. Als mir die Strummi-Tierchen das erste Mal über den Weg liefen, war klar, dass ich auch mit ihnen arbeiten will.

Wer sich dafür interessiert, braucht nur eine Suchmaschine seiner Wahl mit dem Begriff füttern und erhält einige Treffer mit ausführlichen Informationen. Man kann auch gleich zu Frau Locke gehen. Sie hat die Sache schön erklärt und mit Materialien unterfüttert.

Der Grund meines heutigen Postings ist aber folgender:

Meine liebste Schwester schickte mir einen Link zu einer Faltanleitung für LEGO-Schachteln. Die finde ich sehr gut als Anschauungsmaterial für die Strummi-Tierchen geeignet. In den Schachteln kann man dann gleich die Arbeits-Steine aufbewahren. Ist das nicht großartig? Ich werde mir gleich welche basteln.

Moosgummi-Druckerei

Beim Drucken ist es für mich nicht so sehr wichtig, dass am Ende ein Bild entsteht. Die Produkte des Druckens sind zwar oft sehr ansehnlich, das Drucken selbst ist aber das, was ich am schönsten finde. Immer wieder Farbe auf einen Druckstock geben und drucken, drucken, drucken. Das finde ich einfach Klasse.

Meine Schülerlein der 4. Klasse durften sich nun auch mal damit beschäftigen. Rubens Opa spendierte ein paar Holzstückchen, ich ein bisschen Moosgummi. Aus dem Moosgummi durften die Kinder sich Motive nach eigener Idee ausschneiden. Die Teile klebten sie auf eine passende Seite des Holzquaders und dann ging es mit dem Drucken los.
Spannend war schon, was die Kinder sich als Motiv suchten – von schlichten Wolken oder Sternen, über Schmetterlinge bis hin zu fein geschnittenen Hummern und mehrteiligen Unterwasserszenarien. Beim Drucken mussten wir aufpassen, dass die Farbe nicht zu wässrig ist, weil das Motiv sonst verwischt. Die meisten Kinder kamen sehr gut damit klar und sie bemalten ihre Stempel auch geschickt mehrfarbig.

Nach dem Trocknen wurden die Drucke mit schwarzem Stift grafisch ergänzt. Dadurch erhielten einige schlichte Formen mehr Wirkung und einzelne fehlerhaft gedruckte Elemente wirken durch das Nachzeichnen der Umrisse wieder vollständig. Beim Zeichnen muss die Spitze des Stiftes ab und zu an einem feuchten Tuch abgewischt werden, damit die Filzmine nicht mit Farbpigmenten verstopft wird.

Da die Kinder sehr unterschiedlich in ihrem Arbeitstempo sind, habe ich als Zusatz noch fertige Moosgummifiguren angeboten, mit denen dann auch gedruckt werden konnte. Das kann man sicherlich auch jüngeren Kindern anbieten.
Die fertigen Arbeiten können als Geschenkpapier für Kleinigkeiten genutzt werden oder  als Heftumschlag. Wird das Motiv als Rahmen gedruckt, kann man einen passenden Text/ ein passendes Gedicht in die Mitte des Blattes schreiben. Und wenn das bedruckte Blatt gar nicht weiter genutzt wird, ist es auch nicht schlimm. Das Drucken an sich ist ja das Schöne!

Praxistest – oder Zauberbuch Teil III

Alsoooo ….. Ich hab mich ja sehr gut auf das Basteln des Zauberbuches mit Erst- und Zweitklässlern vorbereitet: Probebuch gebastelt; A5-Seiten halbiert UND 1 bis 2 mm abgeschnitten, damit das Einweben der Streifen klappt; Schablonen für die Einschnitts-Markierungen vorbereitet, weil es mit dem gleichmäßigen Abmessen wohl eher nicht geklappt hätte; Arbeitsblatt kopiert und großformatiges Papier zum Vorzeigen der Faltschritte bereit gelegt.

Und das hat alles super geklappt. Es gab nur zwei falsche Faltungen am Anfang – längs zum Buch gefaltet, statt quer – das konnte schnell geändert werden. Es gab ein Kind, das falsch eingeschnitten hatte – an der offenen, statt an der geschlossenen Seite des Buches.  Das zog auch keine größeren Probleme nach sich – neues Papier, neues Bastelglück! Und es gab kaum Kinder, denen beim Einweben geholfen werden musste. Wir waren ja alle so gut!

Aber dann … das hatte ich irgendwie nicht so gut geplant … bekamen mehrere Kinder Schwierigkeiten beim Einkleben der Bilder und Texte: einige klebten die 1. Bild-Text-Gruppe richtig ins Buch und die 2. Gruppe hinten aufs Buch, statt in die „Zauberfaltung“. Ein Schnucki klebte die 2. Bild-Text-Gruppe irgendwie unter die hochgezogenen Webstreifen. Dann gab es noch die Variante mit „wir klappen das Buch zwar in der Mitte auf, aber irgendwie von der Rückseite“. Das waren ganz schön kreative Arbeiten. Bei den meisten Büchern konnte ich durch schnelles Ablösen und Klebstoff Wegradieren helfen, sodass das Buch am Schluss so aussah, wie geplant; andere Bücher sind nun eben etwas mehr verzaubert ;-)

ABER ich bin ja lernfähig! In der zweiten Gruppe habe ich nach vollendeter Faltung die Klebeflächen mit Bleistift nummeriert. Einige Kinder konnten es auch selbst! Ob das nun vor „Fehlklebungen“ schützt, werde ich morgen erfahren.

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Wiesen-Zauber-Buch

In den nächsten zwei Wochen dürfen sich meine Flexis mit dem Thema Wiese beschäftigen. Meine Schmetterlingskiste und einige „alte“ Materialien stehen schon im Regal. Nun habe ich auch das Zauber-Klappbuch einsatzfertig.
Ich habe mich entschlossen das Buch aus A4-Zeichenkarton zu falten. So ist das fertige Buch im Format A5. Da ich nur 2 Schnitte im Mittelteil mache, wird das Einweben der zwei Papierstreifen aber nicht zu fitzelig – hoffe ich wenigstens. Der Praxistest mit kleinen Händen erfolgt erst am Montag.
Ursprünglich wolle ich mir Bilder zusammensuchen, habe mich aber entschlossen selbst zu zeichnen, damit die Bilder vom Zeichenstil zusammenpassen. Beim Zeichnen merkte ich mal wieder, wie viel Freude mir das macht und dass ich dies viel zu selten tue.

Eine neue Faltanleitung und Kopiervorlagen für das Buch findet ihr bei 4teachers. Die einzelnen Zeichnungen übrigens auch.

Zauber-Klappbuch

Vor einigen Tagen habe ich ein Video-Tutorial zu einem geheimnisvollen Klappbuch gesehen und mir die Faltungen skizziert. Ich kann leider keinen Link zu der Quelle setzen, da ich sie nicht mehr finde. Ich weiß auch nicht mehr, ob ich dieses Video  zufällig fand oder ob mich ein Tipp dorthin geführt hat. Nunja, ich habe es jedenfalls nachgebaut und werde sicherlich mal so ein „Wunder“buch mit Schülern herstellen.

Damit ich nicht vergesse wie das geht und damit jeder, der Lust darauf hat, es nachbauen kann, habe ich Fotos gemacht:

Um zum ersten Bild zu gelangen, wird ein A3-Blatt Zeichenkarton in der Mitte gefaltet. Dann werden die beiden offenen Seite dieses „Buches“ einzeln zum Mittelknick gefaltet, sodass eine Akkordeonfaltung entsteht. Diese wird wieder geöffnet. An der geschlossenen Seite der „Buchfaltung“ werden in gleichmäßigen Abständen Markierungen angebracht. Vom Mittelknick ausgehend wird entlang der Markierungen geschnitten, bis das Blatt zur Hälfte eingeschnitten ist. Sind alle Schnitte erfolgt, wird das Blatt komplett geöffnet.

Anschließend wird ein A4-Blatt aus dem gleichen Papier längs halbiert. Beide Hälften werden in die Schnitte des A3-Blattes gewebt. Nun kann das Buch gestaltet werden: In die einzelnen Felder werden Informationen geschrieben und ggf. auch die Seitenklappen gestaltet.

Danach wird das Klappbuch entlang der Akkordeonfaltung wieder zusammengefaltet.

Fasst man nun vorsichtig  in den mittleren Knick, kann das Buch an dieser Stelle geöffnet werden. Dort können passende Bilder eingeklebt werden.

Da ich demnächst Materialien zum Thema Wiese brauche, werde ich im zuerst sichtbaren Teil des Buches Informationen zu kleinen Tieren sammeln, die auf der Wiese leben. In den versteckten Teil können dann Fotos dieser Tiere geklebt werden. Die Fotos in meinem Probebuch stammen von 4teachers.

Um das Buch zu schließen, werden die Fotos wieder versteckt und die Seitenklappen des A3-Blattes zur Mitte gelegt (Schrankfaltung). Diese Buch“türen“ werden als Titel gestaltet.

Im Video war das Ganze sehr gut nachvollziehbar. Dieses Beschreibung ist es wahrscheinlich nur, wenn man Schritt für Schritt ausprobiert. Viel Erfolg dabei!

Origami

Die Kunst des Papier Faltens fasziniert mich schon sehr lange und immer wieder gibt es einen Anlass, der mich einfache Faltanleitungen für die Schule suchen lässt. Im Augenblick falte ich quer durch die Klassenstufen 1 bis 5 Blümchen, Hasen und anderes Getier. Bei den größeren ist dies nur ein Angebot neben Osterbastelei und anderem. Bei meinen Flexis hat die ganze Klasse mit großer Freude und Ausdauer kleine Papierquadrate in Hasenfamilien und Blütenmeere verwandelt.

Wer einen Grund dafür braucht (außer, dass es Spaß macht): Origami schult die Feinmotorik, die Raumorientierung und das räumliche Vorstellungsvermögen und kann regelrecht beruhigend wirken (wenn die Faltschritte nicht so kompliziert sind, dass man am Ende ein Papierknäuel in die Ecke wirft ;-)).

Die Häschchen sind wirklich sehr leicht und sehen sehrsehr schön aus, wenn man sie aus besonders frühlingsblütenfrischen Papieren faltet: Videoanleitung, Faltschritte gezeichnet. Für die Blüte gibt es ebenfalls eine Videoanleitung und die Faltschritte als Zeichnung1 / Zeichnung2.

Papier-Reliefs

Vor einigen Jahren habe ich dieses Gemansche schon einmal in einem Kunstprojekt gemacht. Nun habe ich das mal mit einer 6. Klasse ausprobiert. Da in diesem Fall die Technik im Vordergrund stand und die Bildidee für mich nicht von Belang war, gab es einige Schüler, die meine beiden Beispiele nachbauten und einige, die ihren Namen als Relief gestalteten. Tolle Einfälle gab es aber auch: ein Schüler gestaltete ein Aquarium und ein anderer einen Seerosenteich.

1. Doppelstunde: kurze Ideensuche und dann Papierröllchen, -knäuel und -schnüre auf Pappe befestigen

2. Doppelstunde: Oberfläche mit zwei Schichten Zeitung kachieren und abschließend eine weiße Schicht kleben oder mit weißem Acryl bemalen

3. Doppelstunde farbige Gestaltung mit Acryl – natürlich gab es (beim Aufräumen) bekleckerte Shirts (aber keine mütterlichen Beschwerden bei mir)

DAS war der Plan. NATÜRLICH reichte die Zeit nicht aus. Es gab – wie (fast) immer Schüler, die keine Pappe und/oder keine Zeitung und/oder kein Klebeband dabei hatten oder denen eine Idee fehlte, die sie gestalten könnten.

Irgendwie haben wir die Arbeit trotzdem erfolgreich bewältigt – nur nicht in der angedachten Zeit ;-)

Mathetag

Gestern war also unser Mathetag. Etwa 130 Minidrachen wuselten in Kleingruppen durch das Schulhaus und zogen von Station zu Station. Jede Gruppe hatte einen Chef und einen Stationenplan. Darauf standen die Namen der Kinder und alle Stationen. Es gab die Möglichkeit Sudokus zu lösen, Zahlenmauern zu bauen, die eigenen Körpermaße zu schätzen und zu messen, Tangram-Bilder nachzulegen, mit dem Somawürfel zu bauen und noch mehr.

Ich habe das Kleben von Parkettmustern angeboten. Es ist gar nicht so einfach für die Kleinen, eine Fläche mit Muster zu füllen. Viele haben es aber geschafft. Dabei gab es alle denkbaren Varianten von schlicht bis kompliziert, von super sauber bis schlumperig gearbeitet. Auf dem Foto seht ihr eine kleine Auswahl. Ich musste zusehen, dass ich das Fotografieren schaffe, denn Lilli war ganz wild darauf, ihr Bild zurück zu bekommen.

Die „Großen“ (Klasse 3 bis 6) hatten ebenfalls Stationsbetrieb. Natürlich gab es dort andere Angebote. Die Kinder mussten auch nicht in Kleingruppen laufen, sondern hatten jeder für sich einen Laufzettel.

Am Ende sagten viele: „Können wir das nicht jeden Tag so machen?“ – Können wir natürlich nicht. Dann wäre das ja auch langweilig.

;-)

Häkeleien

In letzter Zeit sah ich immer wieder Accessoires mit gehäkelten Teilen – Haarschmuck mit Häkelblüten, Ketten mit Häkelgebilden, witzige Schals uvm. Hmm, häkeln, das konnte ich doch auch mal – das kann ich eigentlich immer noch!
In den Fächern gekramt, Baumwollgarn heraus gesucht und losgelegt. Anleitung? Brauch ich nicht!
Nachdem ich drei Versuche gestartet und wieder aufgetrennt hatte, klappte es: Es gibt nun Häkelblüten in Lila, Flieder, Orange, Lachs und Gelb in verschiedenen Größen. Diese tat ich meinem Tochterkind in die geputzten Stiefel.
Überraschung und Freude am Morgen und eine Idee, was mit den Blümchen geschehen soll: Kann man die an einen Schal machen? – Klar kann man!
:-D

Quadrat-Geschichte

Vor Kurzem entdeckte ich bei einer Fortbildung die Erlebnisse des kleinen traurigen Quadrats. Kaum war ich zu Hause, stöberte ich im Internet und fand auch verschiedene Versionen dieser Geschichte. Zum Beispiel hier oder hier oder dort.

Schwuppdiwupp habe ich mit Hilfe der „Fundsachen“ ein A5-Heft vorbereitet und meinen Zweitklässlern gegeben. Nachdem wir gemeinsam einige Seiten gelesen und Figuren gefaltet hatten, waren sie ganz wild darauf in den Freiarbeitsstunden weiter daran zu arbeiten.

Es war toll, den Kindern dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig mit den Faltungen halfen und was sie für Gestaltungsideen hatten. Mal sehen, ob sie nun auch das Quadrat von den anderen Flächen und vor allem vom Quader unterscheiden können.
;-)

Hier zeige ich euch mal Henriettes Quadratgeschichte:


Die Originalvorlage für das Büchlein stammt von dort:
http://www.sonderschulen.de/arbeitsblaetter/geometrie/faltgeschichte/details.html

Lapbook

Vor kurzem hat ratschkathl bei 4teachers zwei Links zu lapbooks eingestellt.   Sowas war mir bis dahin unbekannt. Nun habe ich gleich rumprobiert und eine Themenmappe ähnlich wie ein Lapbook erstellt.

Dazu habe ich mir einen Tonpapierbogen A3 geschnappt und ihn zum „Schrank“ gefaltet. Auf die „Türen“ habe ich die Hälften eines Deckblattes geklebt und es probeweise gestaltet.

Dank der Links habe ich eine große Anzahl an Minibüchlein unterschiedlichster Art gefunden. Davon habe ich mich inspirieren lassen. Es gibt in meinem Probewerk ein Büchlein in Kammform, kleine Büchlein zum klappen, ein paar  Registerseiten und eine Art zusammengefaltetes Kleeblatt.

Die Diamanten, die sich in der aufgeklappten Mappe oben  befinden, können wie ein Kleeblatt aufgeklappt werden. Man kann sie allerdings auch wie den Balg  eines Akkordeons auseinanderklappen.

Alle kleinen Büchlein, die in die Mappe geklebt werden, können viel oder wenig „vorgearbeitet“ oder auch komplett leer angeboten werden, sodass der Schüler selbst entscheidet, was in welches Büchlein kommt.

Hier zeige ich einfach mal mein Diamant-Kleeblatt:

Viel unkomplizierter ist es allerdings, wenn man das Teil einfach aus einem Notizzettel herstellt:

Ich hoffe, dass es meinen Schülerlein genau so viel Freude macht, wie mir, ein Thema in verschiedene kleine Bücher zu packen und diese dann wieder auf und zu zu klappen usw. :-)

Hühner füttern

Gestern wurde weiter an den Hühnchen gearbeitet.
Die letzten Teile wurden geschnitten, geflochten, geordnet und genäht, sodass zum Schluss 42 Stoffhühner gefüttert werden wollten. Wären sie größer, könnte man sie mit Dinkel füttern. (Eingeweihte der textilen „Künste“ wissen was ich meine)
Stattdessen mussten sie mit Füllwatte vorlieb nehmen.
Das gab ihnen flauschige Bäuchlein. :D

Nach der Fütterung bekamen die Kleinen ihre Äuglein.
– Sternchenaugen, Blütenaugen oder schlichte schwarze Knopfaugen –
nach Lust und Laune verteilt bzw. passend zum Federkleidchen.

Einige bekamen ein Bändchen – zum Anhängen. Sie werden verschenkt. Diese seht ihr auf dem folgenden Bild. Die Lese-Hühner sind noch nicht fertig. Da wird es einen dritten Hühner-Blog-Eintrag geben.

Und was es mit dem Hühnertopf auf sich hat, verrate ich erst später.

Hühnerfabrik

Seit ich die Hühner von Susanne Schäfer (http://www.zaubereinmaleins.de) gesehen habe, wollte ich auch sowas haben: einen Korb voller Hühnchen mit Lesekarten! Also habe ich mich mit meiner Tochter verabredet und losgelegt.

Wir haben unsere Stofflager durchsucht und alle Stoffe und Reste herausgesucht, die in Frage kamen – geblümte Stöffchen mit weißem, blauem, oder rosafarbenem Untergrund; schrill gestreifte; dezent braun gemuschelte Gewebe … alles was gefiel.  Gut ist es, eine Auswahl komischer Wollreste zu besitzen, die man nur aufgehoben hat, um sie nicht wegzuschmeißen …. denn brauchen konnte ich die Miniknäuel in den letzten 15 Jahren eigentlich nicht. Filz war in rot, grau und hellbraun in unserem Sammellager im Angebot und damit hatten wir alles um anzufangen. Über die Augen, machen wir uns später Gedanken … Perlen? Knöpfe? Wackelaugen?

Während meine Tochter die Stoffe, Schnäbel und Hahnenkämme zugeschnitten hat, habe ich Hühnerbeinchen aus den Wollresten geflochten – rosa, rot, gelb, grün, blau, lila … Wer ein geblümtes Federkleid trägt, darf schließlich auch bunte Beinchen anhaben.

Das ganze Sortieren, Bügeln, Zuschneiden, Flechten nimmt viel Zeit in Anspruch, aber irgendwann war es soweit: das erste Huhn ging an den Start …. und musste wieder aufgetrennt werden … :-(

Der zweite Versuch schenkte uns ein wunderschönes braunes Huhn mit rotem Schnabel und gelben Beinchen. Nun ging es Schlag auf Schlag: drei braune Hühner, drei schwarze Hühnchen mit Blümchen, drei beige-blaue Hennen, zweimal weißes Federvieh mit hellblauem Muster ….

Ich kam kaum mit Tee kochen und mit dem Ausstopfen des Geflügels hinterher. Nach 17 Vögelchen beschlossen wir die Hühnerfabrik zu schließen und an einem anderen Tag weiter zu machen.

Und wer sich fragt, was wir mit so vielen Hühnern wollen, dem sei geantwortet, dass sie nicht nur für ein nettes Lesematerial taugen, sondern auch hübsche Ostergeschenke sind.

Und so könnte das fertige Lesematerial dann bald aussehen: