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Herbstlaub

Es gibt so viele schöne Sachen, die man im Herbst gestalten kann. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich immer das Selbe mache, ist aber nicht so. In diesem Jahr habe ich den von mir sehr geliebten Druck mit Laubblättern neu entdeckt.
Die Abdrucke der Laubblätter gelingen selten gleichmäßig gut. Wenn man sie nach dem Trocknen zusätzlich mit Buntstiften gestaltet, erhalten sie oft wieder ihre kompletten Umrisse und durch die Verwendung verschiedener passender Farben einen ganz eigenen Reiz.
Das Drucken und Malen reicht fast schon aus. Die Kinder hatten viel Freude daran. Aber auch das Legen der ausgeschnittenen Blätter zu Schildkröten, Giraffen, Elefanten, Monstern, Igeln, Blumen, …. war sehr spannend und führte nach dem Kleben auf Tonpapier zu sehr schönen Bildern.

Gartenaktivitäten

Meine eigenen Aktivitäten beschränkten sich auf gestriges Rasenmähen und 1 Stunde Unkraut rupfen. Heute lag ich faul in der Sonne, habe ein wenig gelesen und beobachtet, was so in meinem Garten los ist – und da ist ganz schön was los!

Da zur Zeit der Oregano üppig blüht, fliegt und surrt es dort wie verrückt umher. Gestern sah ich 12 Tagpfauenaugen und verschiedene andere Falter an der Pflanze, außerdem große und kleine Hummeln und anders Fliegzeug.

Verschiedene Vogelfamilien schwirren herum und hopsen über den Rasen, um Futter zu finden. Das kleine Rotkehlchen, das vor meinem Urlaub noch als Ästling von seinen Eltern gefüttert wurde, frisst inzwischen allein, ebenso ein kleines Rotschwänzchen. Ein Elternteil war zwar noch dabei, fütterte aber nicht mehr.

Familie Amsel macht es mir schwer zu erkennen, ob der Nachwuchs noch im Nest sitzt oder schon im Geäst. Ich habe nur die Eltern gesehen.
Bei Familie Schwalbe sieht es anders aus. Die 3? Kleinen wurden während ihrer Flugversuche gefüttert und auch wenn sie auf den äußeren Zweigen der Erlen saßen und sich ausruhten. Da war mächtig Leben am Himmel über meinem kleinen Garten.

Ganz fleißig war gestern und heute Frau Brandmaus. Sie huschte durch das Beet und sammelte trockene Blätter ein und trug sie in ihren Bau. Vermutlich suchte sie auch herabgefallenen Samen zum Fressen. Ab und zu scheuchte sie ihren Nachwuchs aus dem Bau und später wieder hinein. Die drei Kleinen versteckten sich schön zwischen den Pflanzen und waren mit ihrem Fell, das mehr grau als braun ist, gut getarnt.

Praxistest – oder Zauberbuch Teil III

Alsoooo ….. Ich hab mich ja sehr gut auf das Basteln des Zauberbuches mit Erst- und Zweitklässlern vorbereitet: Probebuch gebastelt; A5-Seiten halbiert UND 1 bis 2 mm abgeschnitten, damit das Einweben der Streifen klappt; Schablonen für die Einschnitts-Markierungen vorbereitet, weil es mit dem gleichmäßigen Abmessen wohl eher nicht geklappt hätte; Arbeitsblatt kopiert und großformatiges Papier zum Vorzeigen der Faltschritte bereit gelegt.

Und das hat alles super geklappt. Es gab nur zwei falsche Faltungen am Anfang – längs zum Buch gefaltet, statt quer – das konnte schnell geändert werden. Es gab ein Kind, das falsch eingeschnitten hatte – an der offenen, statt an der geschlossenen Seite des Buches.  Das zog auch keine größeren Probleme nach sich – neues Papier, neues Bastelglück! Und es gab kaum Kinder, denen beim Einweben geholfen werden musste. Wir waren ja alle so gut!

Aber dann … das hatte ich irgendwie nicht so gut geplant … bekamen mehrere Kinder Schwierigkeiten beim Einkleben der Bilder und Texte: einige klebten die 1. Bild-Text-Gruppe richtig ins Buch und die 2. Gruppe hinten aufs Buch, statt in die „Zauberfaltung“. Ein Schnucki klebte die 2. Bild-Text-Gruppe irgendwie unter die hochgezogenen Webstreifen. Dann gab es noch die Variante mit „wir klappen das Buch zwar in der Mitte auf, aber irgendwie von der Rückseite“. Das waren ganz schön kreative Arbeiten. Bei den meisten Büchern konnte ich durch schnelles Ablösen und Klebstoff Wegradieren helfen, sodass das Buch am Schluss so aussah, wie geplant; andere Bücher sind nun eben etwas mehr verzaubert 😉

ABER ich bin ja lernfähig! In der zweiten Gruppe habe ich nach vollendeter Faltung die Klebeflächen mit Bleistift nummeriert. Einige Kinder konnten es auch selbst! Ob das nun vor „Fehlklebungen“ schützt, werde ich morgen erfahren.

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Wiesen-Zauber-Buch

In den nächsten zwei Wochen dürfen sich meine Flexis mit dem Thema Wiese beschäftigen. Meine Schmetterlingskiste und einige „alte“ Materialien stehen schon im Regal. Nun habe ich auch das Zauber-Klappbuch einsatzfertig.
Ich habe mich entschlossen das Buch aus A4-Zeichenkarton zu falten. So ist das fertige Buch im Format A5. Da ich nur 2 Schnitte im Mittelteil mache, wird das Einweben der zwei Papierstreifen aber nicht zu fitzelig – hoffe ich wenigstens. Der Praxistest mit kleinen Händen erfolgt erst am Montag.
Ursprünglich wolle ich mir Bilder zusammensuchen, habe mich aber entschlossen selbst zu zeichnen, damit die Bilder vom Zeichenstil zusammenpassen. Beim Zeichnen merkte ich mal wieder, wie viel Freude mir das macht und dass ich dies viel zu selten tue.

Eine neue Faltanleitung und Kopiervorlagen für das Buch findet ihr bei 4teachers. Die einzelnen Zeichnungen übrigens auch.

Sonntag im Garten

Ein bisschen zwischen den Stauden zupfen, Gartenmöbel rausstellen und Bewässerungsschläuche auslegen, war heute meine Arbeit. Für mehr hat es nicht gereicht bei diesem schönen Wetter. Jetzt sitze ich also faul rum, freue mich an dem, was blüht und duftet und lausche dem Gesang von Herrn Amsel. (Frau Amsel sitzt ganz still und nahezu unsichtbar hinter mir im Gebüsch und brütet. Also: „Pssssssst!“)

brautspiere flieder
erdbeeren

Wildtierpark Eekholt

Ich war lange nicht mehr in Johannismühle. Dafür habe ich vor kurzem den ebenso schönen Park in Eekholt besuchen können. Super sonniges und recht warmes Wetter, toller Park, viele Tiere und Pflanzen gesehen … bleibt ja nicht aus, wenn man  eine Landschaft besucht, die zu diesem Zweck hergerichtet wurde.
Schade ist, dass beide Parks so weit weg sind – Johannismühle zwar nicht ganz so weit, aber die Entfernung ist mir doch zu groß, um mit meinen FLEXis dort einmal hin zu fahren.

Damwild

Dachs

Fuchs

Uhu

Waldsauerklee – nur sehrsehrsehr entfernt verwandt mit dem bei uns verbreiteten Wiesenklee oder dem Weißklee. Das Kraut wuchs in Eekholt und Umgebung in Polstern und Teppichen – wunderschön!

Latschenkiefer – kommt in Brandenburg meines Wissens auch nicht vor –
DIE HÄTTE ICH BESTIMMT ERKANNT
😉

Alltagsgespräche

Irgendwann in den letzen Tagen las ich, dass wir uns zunehmend häufiger über das Wetter unterhalten – vor allem über vermeintlich schlechtes Wetter und dessen Auswirkungen auf unser Befinden.

Nunja, heute fand ich das Wetter sehr schön. 🙂 Die Sonne schien und ich habe meinen wintermüden Körper nach der Fortbildung in einen warmen Mantel gesteckt und bin eine Stunde spazieren gegangen – habe meine Nase so lang es ging Richtung Sonne getragen … und ein paar Fotos gemacht.

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Bildung in der Kita

Bis vor kurzem habe ich nicht viel über die Arbeit in den Kitas nachgedacht – meine eigenen Kinder werden dort nicht mehr betreut und die Schüler fangen bei mir immer erst mit dem Schulanfang an – vorher schwimmen sie im großen See meiner Unkenntnis 😉 (okay, das ist etwas übertrieben, aber nicht viel)

Dieser Unkenntnis bin ich jetzt entkommen, da ich an einer Fortbildungsreihe „Kooperation Kita und Grundschule“ teilnehme. Die erste Veranstaltung war sehrsehr spannend und machte mich absolut neugierig auf das, was in den Kitas passiert. Diese Neugier konnte ich zum Teil befriedigen, da unsere 2. Fortbildungs-Veranstaltung als Besuch der Kita „Rappelkiste“ in Wünsdorf organisiert wurde. Dort konnten wir sehen, wie den Lernbedürfnissen der Kinder entsprochen wird.

Bei dieser Kita handelt es sich natürlich um eine ganz tolle „Vorzeige-Einrichtung“ aber letztendlich ist es doch so, dass Bildung tatsächlich vor der Schule anfängt und zum großen Teil außerhalb von Schule passiert. Vieles andere bilden wir uns nur ein, um unser Dasein als Lehrer zu erhöhen. Das heißt nun nicht, dass ich meinen eigenen Berufsstand als entbehrlich betrachte. Es ist eher so, dass ich mir wünsche weniger der Unterrichts-Macher zu sein und mehr der Lernbegleiter um eher den wirklichen Lerninteressen der Kinder nachkommen zu können.

In der oben erwähnten Kita ist es so, dass in mehreren „Bildungsecken“ Materialien bereit liegen, die von den Kindern nach Bedarf genutzt werden. Die Erzieher haben mehrere Beobachtungskinder und sind bestrebt aus ihren Beobachtungen abzuleiten, welche Interessen gerade im Focus der „Zwerge“ sind. Entsprechend bieten sie ihnen zusätzliche Materialien an und machen Betätigungsangebote. Das funktioniert super und so in der Art würde ich auch gern in der Schuleingangsphase arbeiten.

Leider fallen mir da als erstes Sachen ein, die dagegen sprechen: zu kleine und zu wenige Räume, zu viele Kinder in der Klasse, zu wenige Kollegen, die mit mir gemeinsam an einer Umstrukturierung arbeiten wollen ….
So muss ich mir gleich mal ins Bewusstsein holen, dass viele Neuerungen mit kleinen Dingen begonnen haben… und deshalb sollte ich mal schauen, welche kleinen Veränderungen ich vornehmen kann, um irgenwann dorthin zu gelangen, wo ich hin möchte.

Wer sich mit Bildung in Kita und Grundschule beschäftigen mag, kann viel interessantes im GOrBiKs „Gemeinsamer Orientierungsrahmen für die Bildung in der Kindertagesbetreuung und Grundschule“ lesen. Ihr findet hier eine PDF-Datei und hier einen Praxisbericht.

Die Bilder können mich glatt neidisch machen – oder mir Ideen geben, wie ich die Materialien in meinen zwei Klassen ergänze und anbiete. …. mal sehen, was geht.

Tarnung – oder doch Auffallen um jeden Preis?

In der 5. und 6. Klasse gibt es immer wieder Unterrichtsphasen mit farbtheoretischen Aspekten. Eine der letzten Arbeiten, nachdem wir uns erst mit dem Farbkreis und mit warmen und kalten Farben, später dann mit Farbharmonien bzw. Farbkontrasten beschäftigt haben, ist das Malen von Tieren, die sich in ihrer Umgebung tarnen – oder farbig besonders auffallen.
Im Bereich der Tarnung gab es Tiger im hohen trockenen Gras, Robben auf felsigem Grund, Aale und anderes Wassergetier. Bei den Kontrasten leuchteten Papageien und Schmetterlinge auf Laub oder Blüten.
So schwierig dieses Thema auch ist; so gelungen sind oftmals die Bilder. Vielleicht bringt diese anspruchsvolle Arbeit zum Ende der Grundschulzeit, die gestalterischen Fähigkeiten der Kinder noch einmal auf Hochtouren?

Da ich in dieser Klasse nicht flächendeckend die Einverständniserklärung zum Veröffentlichen der Bilder verteilt und zurück erhalten habe, kann ich nur zwei Bilder hier einstellen. Sie sind aber durchaus stellvertretend für das Niveau der Klasse.

Nachwuchs

Seit einigen Jahren kommt Igel Inge Ingrid regelmäßig zu Besuch in unseren Garten. Seit gestern kommt sie nicht mehr allein. Sie hat Nachwuchs. *freu*

Einen kleinen Igel habe ich gestern schon entdeckt. Er hat sich bis auf meine Terrasse getraut. Heute habe ich in der Nähe des vermuteten Igelunterschlupfs zwei der kleinen Kerlchen beobachtet und im dunklen Gebüsch noch weitere Raschelgeräusche gehört. Die Kleinen sind ja so possierlich. Sie passen sogar noch durch den Maschendrahtzaun. Mama Inge Ingrid muss immer das Loch nehmen, dass wir für unsere Molly-Katze in den Zaun geschnitten haben. 😀

Es ist das erste Mal, dass ich so kleine Igel außerhalb von Büchern und Internet-Bildersammlungen gesehen habe.

Igel-Inge-Ingrid-Foto von Linda 2008