Andererseits der Steckdose…

Den ganzen Weg, wie der Elektrostrom von den Elektrostationen, egal ob es ein Windrad oder Atomkraftwerk (AKW) ist, zur der Steckdose kommt, habe ich in Artikeln „Diese spekulativen Erneuerbaren“ und „Aus der Steckdose“ beschrieben. Hier geht es hauptsächlich, was Elektrostrom ist und wie wir uns mit allem, was Elektrostrom angeht, auskennen. Und geht es nur um den Wechselstrom 380/220 V aus der Steckdose (SD). Die Definition, das dieser Strom eine orientierte Bewegung von Elektronen ist, sagt nicht viel, aber in der Wohnung ist der Strom alles: Licht, Musik, Kälte, Wärme usw. -und das ist wunderschön, aber der Strom hat auch negative Seiten: ihn sieht man nicht, hört man nicht, er duftet nicht-das mach ihn noch gefährlicher (Todesgefahr!), als er ist. Und was interessant ist, dass das meist das einzige ist, was wir so sicher kennen! Man soll keine Nägel in die Steckdose reinstecken, weil da kann man ohne Augen bleiben oder gar mit dem Leben bezahlen. Manche versuchen davon sogar Gebrauch machen. Da waren zwei Meldungen aus dem Gericht, in beiden Fällen wollten zwei junge Männer ihre Freundinnen loswerden. Einer nimmt eine lange Leitungsschnur, ein Ende wickelt er an die eiserne Türklinke von Innen, das andere Ende-in die Steckdose, die Freundin soll von draußen kommen, mit der Hand an die Klinke und Zack… und ist sie fertig! Der zweite hat auch die Schnurlänge ausgemessen, wartet bis seine Freundin ziemlich sauber sich gebadet hat, dann schleicht er ins Badezimmer, steckt den Stecker in die Steckdose und schmeißt ein Elektrowasserkocher der Freundin in die Wanne… Ja, klar Untersuchungsverfahren, Gericht, Presse…, aber die Tat der jungen Männern zeigt nur eins – wie wir, elektrotechnisch gesehen, primitiv sind! Nicht das der Todesausgang in beiden Fällen die NULL wert ist, da konnte praktisch nichts passieren. Im ersten Fall, wenn der „Täter“ sich in „Phase-Null“ auch auskennt, könnte er eher selber das Opfer sein; im zweiten Fall konnte man die Freundin eher aufkochen, als unter den Stromschlag bringen, OBWOHL bei bestimmten Zusammentreffen von Umständen könnte in beiden Fällen gefährliche Situation entstehen… Das aber sind die einzige Fälle, wo man sich freuen kann, dass man bei uns so elektrotechnisch naiv ist! Im Allgemeinen sollte aber das Wissen da sein, weil eben in diesem Haushaltsnetz 0,4 kV ist die Anzahl der Elektrostrom-Unglücksfälle die Größte und meist wegen dem unqualifizierten oder gar schlampigen Umgang mit dem Strom. Das elementare Wissen ist erforderlich, weil bei dieser Spannungshöhe 0,4 kV kann man bis 90% den Leuten, die sich unter Stromwirkung befinden (Schrittspannung, Kontakt mit Stromleiter usw.) helfen-das können Abschaltungsmaßnahmen sein, absichtlicher Kurzschluss oder die Trennung von Gegenständen, die sich unter Elektro-Spannung befinden… Eins ist da wichtig: Helfen kann NUR der, wer sich im Elektrowesen auskennt, dass man nicht die Situation erschwert und sich noch in die Gefahr bringt!!! Normalerweise sollte es Bücher, Broschüren, Sendungen usw. über dies geben, aber wir haben ja 80 Mio. Einwohner, ist ja nichts besonderes, wenn paar tausend Menschen im Jahr vom Strom ums Leben kommen…

Die nächste Spannungshöhen sind 6-10-20 kV. Hier sind die meisten und schwersten Stromunglücksfällen, aber meist schon (professionelle) mit den elektrotechnischem Personal. Der Zugang in die Elektroanlagen ist hier NUR für ausgebildeter Personal erlaubt, aber leider bei mehreren aller möglichen Blockierungen (mechanischen, elektronischen usw.) gegen Verkehtheit bei Schaltoperationen, EBEN hier und immer wieder passiert was: Folgen sind-meist schwere Verbrennungen und sofortiger Tod! Bei 110 kV und höher sind die Folgen dieselbe, aber das Netz ist geringer, weniger Arbeit im Netz, größere Isolation-Abstände, erschwerter Kontakt und deshalb seltener Unfälle!

 

Das ist der Elektrostrom und die Sicherheitsmaßnahmen, die beim Betrieb von Elektroanlagen zu berücksichtigen sind! Aber was ist Elektrostrom, als Technologie?! Wenn ich über die Dummheiten, was unsere Presse über die vier Konzerne gemäß eigener elektrotechnischer Unbildung verbreitet, lese, ist es mir zum Kotzen! Und Atom, und Milliarden umsonst, und was ist das Sch… in der Steckdose wert, und Räuber, und-und… Ehrlich gesagt, ich sehe nicht, dass BMW, Siemens, Klett, Cornelsen, SPIEGEL oder das Familienunternehmen „Südd. Zeitung“ bessere oder schlechtere Räuber sind! Also Strom! Habe geschrieben, im Prinzip sieht alles wirklich lächerlich leicht aus. Generator (G) – ein Magnetsystem (Rotor) wird im Stromleiterwicklungssystem (Stator) gedreht und egal was dreht – Wind, Wasser oder Atom, immer wieder ist es die Stromsnusoide (S) (wir sprechen nur um Industriewechselstrom, Ökostrom ist was ganz anderes, da muss man sich genau auskennen und das lassen wir aufs Später!), aber jeder G. hat eben NUR seine S., (Strom und Spannung S. bilden die Leistung des G) und seine Form der S. Die Standard Frequenz für Europa ist 50 Hz., das heißt, dass alle G, die auf das gesamte Euronetz arbeiten, müssen mit einer derselben Geschwindigkeit gedreht werden (3000 U/min bei 1 Paar Magnetpolen) und die S müssen ZEITGLEICH gleich sein! Die Summe aller mikro- Verschiebungen selbst bei S. und die Formabweichungen der S. aller G verursachen die Stromverluste bei Stromgenerieren (bei Stromerzeugung). Spürbare Verschiebung der S eines G zu der S anderen G oder zum NETZ ist Kurzschluss! Mehr bekannt als „Ausfall“ der G-en aus dem Synchronzyklus oder der sog. „Tanz der Frequenz“! Wenn ich mir die feine und komplizierte (Automatik, Elektronik, Sicherheitsmaßnahmen und-und) Technologie in Rahmen des Euronetzes sich vorstelle, bei mir fangen die Haaren an sich zu bewegen! Die mikroSekunden sind im Spiel! Aber das ist immer noch nur die elektrotechnische Seite der Technologie der Stromerzeugung, dazu kommen die Technologien bei G-, Trafo- und Netzbau; alle Technologien von Atom-Reaktor und Kohlenverbrennen bis zum Dampf,der die Turbinen treibt; dazu gehören ständige Forschung, Experimente und Prüfungen in allen Energiebereichen und Zwergen… Das ist nicht Zeitungen drucken und Desinformationen ausbreiten: „In Krümmel gab es einen Kurzschluss in einem Transformator!“ Ha-ha! Das ist der energetischer Alltag – brennen dutzende Trafos, Schalttechnik und Motoren, schmolzen tausende Isolatoren, fallen Masten und-und… Tausende ausgebildete Elektro-Profis sitzen rund um die Uhr vor hunderten Steuerschaltpulten in Stationen, Knotenpunkten, in Verbraucherzentralen… Die andere tausende legen sich schlafen, wissen aber, dass jede Minute sie, wie die Feuerwehr, jede Minute aus dem Bett gerisseen weerden können, dort und dort ist das und das passiert, so umschalten, dies und dies zur Reparatur vorbereiten… Leider nicht überall kann die Elektronik das Elektropersonal ersetzen, es gibt noch viele Elemente im Netz, die seit Kriegsende Zeiten noch im Betrieb sind, und-und…

Wir, besonders die jüngere Generation, sind zu sehr verwöhnt in Elektrostromfragen, niemand in der Stadt kann sich vorstellen, er soll 10 min ohne Strom sein. Sowas gibt’s doch nicht, die Steckdose ist da und kein Strom… So ein Witz! Deshalb will ich so sehr, dass die Erneuerbaren in die Städte mal kommen sollen, einen halben Tag ohne Strom und viele wären sofort gesund geworden, aber, Gott sei Dank, das alles kommt noch, da ist nicht lange warten geblieben…

Vor kurzem war in TV Los Angeles in der Nacht zu sehen. Das ist aber eine wahre Pracht! Reklame-Strom-Regen… Hab mit München verglichen, Energiewende, na ja, geborener kriechen, wird nicht fliegen! Im Stromwesen 50 Jahre Vorsprung: Das ist schon was!

Will nur noch sagen: Glauben Sie, bitte, mir, es lohnt sich manchmal andererseits der Steckdose reinzuschauen…

 

10.12.10.

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