Die Stromleitungsreserven…

                                                       Teil II.

Im vergangenem Jahr habe ich wieder Mal viele Autoreisen unternommen, und nicht irgendwie, sondern als Beifahrer. Selbst fahre ich lange Strecke schon nicht. Im Juni wurde ich nach Italien transportiert, im Oktober fährt mich meine Nichte zu einem Treffen nach Gummersbach bei Köln, dorthin A-9, A-3 und A-45; zurück speziell -Köln, Frankfurt, Mannheim, Stuttgart, München, das sind ungefähr die gleichlange Strecken, für mich aber unwahrscheinlich wichtige Erkenntnisse. Mir ist es scheißegal, was für ein Hügel da vorne ist oder welche Bäume da rundum  wachsen, meine ganze Aufmerksamkeit ist auf die Hochspannungsleitungen konzentriert, das ist rein professionell und egal wo ich fahre: Italien, Österreich oder sonst wo! Ich studiere jede Leitung, Spannungsklasse, Trassenverlauf und mögliche Stromknotenverbindung, die Übertragungslast, Mastkonstruktionen und vor allen der technischer Zustand der Leitung. Manchmal tauchen auch die Windanlagen hin und her auf, aber ich weiß gut den Preis und Platz dieser Art der Stromerzeugung, meist sehen sie auch so aus, ob ein Sozial-Demokrat sie reingesteckt und von den Stromriesen sich unabhängig gemacht hat! Wichtig für mich war, dass diese Reise zeitlich mit dem blödsinnigen Geschrei vom „überschüssigen“ Windstrom, der die Stromnetze überlastet und das Netz zusammen bricht; dass man dringend Milliarden braucht um „Stromautobahnen“ vom Nord gen Süd zu bauen… Man soll jetzt sich meine Freude vorstellen, als ich sehe und meinen eigenen Augen nicht glauben kann, wie viele FREIE Leitungsreservekapazitäten wir besitzen, besonders im Raum –Köln, Frankfurt und Mannheim!!! Jetzt fragen wir die EE-Doktoren-Professoren, was habe ich gesehen, was für freie Leitungskapazitäten sind das?! Ha-ha, die EE-Doktoren haben ja die Hochspannungsleitungen nur auf den Fotos gesehen! Jetzt stellen wir dieselbe Frage den Hochspannungsnetzbetreibern (oder Stromriesen-das ist dasselbe!), nicht aber den Stromspekulanten, die den französischen Atomstrom für norwegischen sauberen Wasserstrom verkaufen und in keinem Fall der dubiosen Netzagentur; sie (die Netzbetreiber!) sagen sofort, was das ist, wann und wie die Reserve entstand, wann sie zur Nutzung geplant ist usw. Bemerkenswert ist, dass die „EE-Strategen“, die die „Stromautobahnen“ bauen wollen, nicht mal wissen, was dass alles ist… Und sind das vor allem, die fehlende Ketten der Hochspannungsleitungen, die aus Reservegründen später aufgehengt werden sollten, d.h. gebaut wird eine Zweikettenleitung, auf einer Seite ABER hängt NUR eine Kette 1xABC, auf der anderen Seite ist die Konstruktion völlig fertig, nur die Isolatoren und Drähte der zweiten Kette muss man aufhängen. Das heißt, dass zwischen diesen zwei Knoten man noch eine Leitung in Reserve hat! Weiter war ich im Dezember bei Schwandorf, wieder steht eine Hochspannungsleitung, unten zwei Ketten 110 kV, oben nur drei Phasen einer Leitung 220 kV von einer Seite, auf der zweiten Seite alles wieder fertig, aber die zweite Kette 220 kV fehlt. Wenn eine Kette 110 kV fehlen würde, könnte man sagen, dass diese Leitung nur örtlicher Bedeutung ist, also nicht so wichtig, aber in Reserve ist eine 220 kV (Kette) Leitung, das ist schon eine Transitleitung zwischen zwei Energieknoten. WICHTIG! Dass die dubiose „EE-Strategen“ nehmen bei dem EE-Stromnetz Aus- und Umbau diese Reserveleitungen nicht einmal in den Betracht, nicht sie, nicht die „berühmte“ Netzagentur wissen nicht davon, und was interessant ist, um die Reserveleitungen (Ketten) aufhängen, braucht man keine Genehmigungen, die Leitungen stehen ja!!! Und wenn man in diesem Zusammenhang zurückblickt, dass wir vor kurzem wollten sogar das Hochspannungsnetz der Bahn zum Transport des Windsurrogats nutzen, da bleibt nur noch Lachen…  

Resümee:

Wir haben ein ausgezeichnet modernes und sicheres Hochspannungsnetz 380/220/110 kV  mit nötigem aus Perspektive Sicht Reserve! Das Netz ist im besten technischen Zustand. Eine weitere Erhöhung der Übertragungsleistung des Netzes (Umstieg auf eine höhere Spannungsstufe!) ist absolut unnötig! Wir wollen ja bis 40% des Stromverbrauchs senken, deshalb, wenn wir was brauchen, dann Einspeiseleitungen von neuen Stromerzeugern ins Netz, also Hochspannungsleitungen örtlicher Bedeutung! Der Bau unnötigen Stromtrassen Nord-Süd zum Transport von diesem Windstromhalbfabrikat, den wir nicht einmal in der nötigen Menge haben, ist aus meiner Sicht NUR eine finanzielle Affäre… Die bittere Wahrheit ist: Keine Sau denkt diese Leitungen bauen!

 

29.01.12. 

 

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