Der falsche Stromsparweg…

                     Aus der Serie: Einstiegshilfe für EE-Doktoren-Professoren…

Gottseidank, dass wir beim Elektrostromsparen aufgehört haben nachts die Kühlschränke und Waschmaschinen einzuschalten, jetzt ist das Gebäudesanierung an der Reihe. Man muss dem Volk ständig Nudeln an die Ohren anhängen, so geht es leichter die „schwarzen“ finanziellen Manipulationen durchzusetzen. Das ist doch ein Axiom, dass die Elektrohaushaltgeräte immer stromsparsamer hergestellt werden, das ist der Progress, anders kann es nicht sein… Deshalb dient das ständige Kauen der Sparmöglichkeiten bei diesen Geräten nur einem Ziel: Der Suche nach Raub-Möglichkeiten in diesem Bereich! Und die lassen auf sich nicht warten, wie z.B. die Raub-Idee mit den „intelligenten“ Stromzählern! Jetzt kommen „intelligente“ Wärmezähler, da waren schon Meldungen, dann kommen „intelligente“ Wasserzähler… So wird in unserer modernen Zeit der natürliche Raub mit dem „intelligenten“ Raub ersetzt… Also, wen Strom sparen, dann nicht Milliampere im Elektro-Haushalt, obwohl es auch wichtig ist, sondern hunderte Kiloampere bei der Stromerzeugung, beim Stromtransport und vor allem bei der Industrie, als Stromverbraucher! Und EBEN hier ist von unseren EE-Doktoren-Professoren kein Wort zu hören oder zu lesen, und EBEN das ist der erste Beweis, dass sie selbst sehr im Nebel schwimmende Vorstellungen über Stromsparen haben… Selbst Stromsparen ist so ein riesiges Thema und Problem, dass das man bei besten Willen in einem Artikel nicht erfassen kann. Weil so, wie die Frage bei uns in der Presse gestellt wird, bezieht sich das Sparen hauptsächlich auf den Haushalt, also auf das Volk, mehr gesagt, wer Geld hat, dem sind die Sparforderungen und Spargesetze ein Toilettenpapier, anders ist es denen, die in den 1-8-OG-en mit Kerzen sitzen, den Daumen saugen und den schwachsinnigen EE-Sonderweg verfluchen. Deshalb habe ich schon mehrmals geschrieben, dass mit dem Stromsparen mit Waschmaschinen, Bildschirmen (heller-dunkler), mit dem Geplapper von Billig-Tarifen bei Wind und Sonne in der Mittagszeit demonstrieren wir nur eins: Wie elektroenergetisch naiv wir sind!  

Was ist eigentlich das Elektrostromsparen?! Viel mehr, als nur „weniger Strom nutzen (verbrauchen)“.  Und wo fängt das an? Ja, klar doch, sofort bei der Stromerzeugung und vor allem, als komplizierter technologischer Kampf mit den Stromverlusten bei der Stromherstellung, beim Stromtransport und schon dann bei der Stromverwendung! Z.B. das Magneteisen für Magnetsysteme in den Elektromaschinen (Generatoren, Trafos usw.) muss kalt gewälzt sein und NUR entlang der Richtung der Magnetkraftlinien geschnitten, so sind die Verluste im Magnetfeld minimal, entsprechend wirkt es auf die Größe, Temperaturregime, Wirkungsgrad und-und der Maschine… Dahinten stehen jahrzehntelange wissenschaftliche Arbeit und Experimente und diese Arbeit wird ständig weiterentwickelt und fortgesetzt!

Stromverluste! Hat das mit dem Stromsparen was zu tun? Ja, die ständige Arbeit mit Berechnung und Minimierung der Stromverlusten bei Stromproduktion, in den Netzen, beim Verbrauch – das ist so ein riesiges im Volumen Problem, dass aber tausend Mal wichtiger ist, als das Gebäudesanierung oder die Waschmaschinen nachts einschalten. Bei Stromverlusten muss man aber unterscheiden: Die unvermeidliche Verlusten, sagen wir so – der ohmsche Wiederstand des Netzes, da kann man nichts machen, mit denen muss man rechnen; und abhängige Verluste – die Qualität des Wechselstromes im Zusammenhang mit seinen reaktiven Komponenten, der Anteil der Reaktiven Leistung im Netz! Das ist ein riesiges Problem, mit dem die ganze Energiewelt zu tun hat. Da werden Millionen Kilowattstunden und Euro gespart, nur unsere EE-Doktoren-Professoren haben wohl keine Ahnung, was das ist, zwei Mal habe ich irgendwas Komisches von der „Blindleistung“ gelesen und das war alles! Die Stromverlusten sind leicht berechenbar und da muss man ziemlich dämlich sein, sie nicht in den Betracht zunehmen, sage nur einen Fall: Die Kompensation der reaktiven Leistung auf den Schienen 6-10 kV in Stationen /Synchronmaschinen und Stat.-Kondensatoren) und die Transposition im Hochspannungsnetz, – das wird getan, das wird ständig überwacht, aber leider von den Strommonopolisten und in ihrem Bereich, in ihrem Netz, was weiter beim Verbraucher vorkommt, ist ihnen scheißegal, hier muss man Millionen sparen, nicht mit dem blödsinnigem Geschwätz über Richtlinien/Effiziente/Koeffizienten/Prozente…  Sage ehrlich, ich kann es nicht fassen, dass bei uns die Überströmungen von reaktiven Leistungen bei den Industrieverbrauchern so unkontrollierbar sein können, meines Kenntnis haben alle industrielle Betriebe in der Welt zwei Zählern des Stromverbrauchs – aktiven kWh und reaktiven kVAh, von da der in Osteuropa sog. Cosinus-“fi“ -Bestandteil allen Industriestromtarifen, er wird normiert, Strafsanktionen werden verhängt usw. Ob es hier nicht wieder um die Inkompetenz diesen EE-Partisanen geht?! Ich wollte das nicht sagen, aber vor langem sieht es so aus, als will jemand die EE-Komödianten nicht nur im Dunkeln herumtrampeln, sondern noch in die falsche Richtung tanzen lassen… Manche Kernfragen sehen ziemlich komisch aus! Ein Elektriker versteht doch sofort, was für ein reaktives Stromchaos in unserem unkontrollierbaren Industriestromverbrauchernetz herrschen soll, besonders, wenn das ein gemeinsames Netz mit dem Haushaltverbrauch ist; mich wundert deshalb dann nicht, dass jede drei Monate S-Bahn-Züge in München in den Tunnels stecken bleiben, mal war das ein großer Vogel, der einen Kurzschluss verursachte, mal tropfte das Salzwasser auf die Isolatoren und-und… Klar, den großen Vogel hat nur M.Merkur gesehen, aber das war ein großer Vogel, ein Kleiner könnte doch nicht so einen großen Schaden anrichten…     

Wegen den Stromverlusten lese ich fast nichts über die E-Autos! Das ist wieder eine goldene Idee, aber ein gläsernes Ding! Der Schwachsinn da ist, dass die E-Autos als Zwischenstromspeicher funktionieren sollen. Aber über das das nächste Mal mit Stromspeichern, jetzt sparen wir. Und kann ich das nicht verstehen, wie kann man gleichzeitig 40% des Stromverbrauchs im Lande senken /also sparen (?!)/ und eine Million E-Autos auf die Straßen bringen?! Da braucht man doch kein Elektriker sein, um sich das Bild vorzustellen. Ein Million Autos verfressen Milliarde Liter Diesel und Benzin. Jetzt lassen wir die Speicherprobleme (Batterie-das Problem ist gelöst!) weg, woher soll der Elektrostrom kommen?! Ich sage schon kein Wort über die Stromverlusten in jeder Batterie, in jedem E-Auto… Ob das mit hunderten AKWs machbar ist, das ist für mich die elektroenergetische Frage!   

 

19.06.11.

…geändert: 20.02.12.

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